Familienstützpunkt und Generationentreff mit schönem Ambiente und durchdachter Konzeption

12.04.2018

Herzliche Stimmung bei der Eröffnung des siebten stationären Familienstützpunkts des Landkreises München in Grünwald.

von links: Jan Neusiedl, Erster Bürgermeister Grünwald, Kristina Vahldiek, Leitung Familienstützpunkt Grünwald, Alexandra Müller (Koordinierungsstelle "Familienbildung und Familienstützpunkte" im Landratsamt), Landrat Christoph Göbel

"Die Familie ist die natürlichste, festeste und innigste Körperschaft. Aus ihr, wenn sie gut ist, geht die höchste Würde des menschlichen Geschlechtes und die größte Vollkommenheit der Staatsform hervor", zitiert Grünwalds Erster Bürgermeister Jan Neusiedl zu Beginn der Eröffnungsfeier Adalbert Stifter.

Weiter führt er aus: "Familie ist ein Gut, das es mit aller Kraft und Anstrengung gilt zu schützen und zu unterstützen".

Und damit die Familien den steten und vielfältigen Anforderungen durch den gesellschaftlichen Wandel und den täglichen Herausforderungen sowie den großen und kleinen Schicksalsschlägen besser gerecht werden können, sollen sie hier künftig kompetente Ansprechpartner finden, Hilfe und Beratung in Anspruch nehmen können und auf Gleichgesinnte treffen.

Jan Neusiedl freute sich darüber, dass der Familienstützpunkt im Haus der Begegnung nicht nur Anlaufstelle für Grünwalder Familien, sondern auch für Familien aus den Gemeinden Pullach, Baierbrunn, Schäftlarn und Straßlach-Dingharting ist. Die Zuständigkeit teilt sich die Gemeinde mit dem Familienstützpunkt in Schäftlarn.

Alles unter einem Dach

Seit der feierlichen Einweihung des Hauses an der Tobrukstraße 2 im Oktober des vergangenen Jahres zieht nun immer mehr Leben ein. So ist auf demselben Stockwerk wie der Familienstützpunkt auch der Kindergarten Marienkäfer untergebracht, daneben ist die Nachbarschaftshilfe eingezogen. Die katholische Familien- und Altenpflege hat eine Senioren-Tagespflege eröffnet und zieht mit ihrem ambulanten Pflegedienst ins Haus. Es soll ein Ort sein, wo Bürgerinnen und Bürger Unterstützung in den verschiedensten Lebenssituationen erfahren. Hier kann generationsübergreifender Dialog zwischen Jung und Alt stattfinden und sich gegenseitiges Miteinander entwickeln, so der gemeinsame Tenor. Das Cafe des Kolpingbildungswerkes "Das Grün" im Eingangsbereich des Hauses erfreut sich bereits jetzt zunehmender Beliebtheit.

"Sie haben den Bedarf an Hilfen für Familien erkannt", lobte denn auch Neusiedl Landrat Christoph Göbel und die daraus resultierende Verabschiedung des kommunalen Familienbildungskonzeptes durch den Kreistag.

Der Landkreis München hat sich darin das Ziel gesetzt, ein flächendeckendes Netz an Anlaufstellen für Familien zu schaffen, und gab im Herbst 2016 dann den Startschuss für die Eröffnung der Familienstützpunkte. Inzwischen gibt es neben den sieben stationären Stützpunkten auch ein mobiles Angebot.

Der Weg einer Familie ist nie geradlinig

Landrat Christoph Göbel lobte die durchdachte Konzeption und Offenheit in dem, so wörtlich, "wunderschönen Haus", und meinte: "das Haus vermittelt den Eindruck, dass man gerne hier hineingeht, um Menschen zu begegnen und gegebenenfalls Rat zu suchen und in den Dialog einzutreten."

Er betonte die Wichtigkeit der "Keimzelle" Familie für die Gesellschaft und vermutet eine große Sehnsucht in der Gesellschaft nach "heiler Welt" und einer intakten Familie. "Doch der Weg einer Familie ist nie geradlinig, er ist nicht vorhersehbar und oft können plötzliche Entwicklungen die Familien vor große Probleme stellen", so Göbel, selbst Vater und Teil einer großen Familie.

Nicht nur die zahlreichen unterschiedlichen Familienkonstellationen, auch die großen sozialen Herausforderungen wie die hohen Lebenshaltungskosten und andere spezifische "Stadt-Umland-Themen" machen gerade im Landkreis München dieses neue Beratungsangebot so notwendig. "Familien brauchen Stellen, an die sie sich ganz unkompliziert wenden und bei denen Themen angesprochen werden können, die sonst vielleicht nicht so einfach zu Sprache kommen", so der Landrat, der sich in seiner Rede auch beim Kreistag für die Bereitstellung der Mittel bedankte, um solch wichtige Projekte zum Wohle der Menschen im Landkreis umsetzen zu können.

Erste Angebote bereits in den Startschuhen

Sozialpädagogin Kristina Vahldiek, freute sich auf ihre künftigen Aufgaben als neue Leitung des Familienstützpunktes und bedankte sich bei allen Beteiligten für das schöne Arbeitsumfeld und machte gleich auf ihre Angebote, z.B. ein Eltern-Kind-Cafe, das wöchentlich stattfindet, und einen Baby-Massage-Kurs aufmerksam, der ebenfalls in Kürze startet.

Zum Abschluss durften sich die Gäste noch über eine entzückende Aufführung von Frühlingsliedern der "kleinen Mäuse" vom Kindergarten Marienkäfer freuen, bevor dann im Garten viele bunte Luftballons mit guten Wünschen für die Einrichtung auf die Reise geschickt wurden.

Informationen zu allen bestehenden Familienstützpunkten finden Sie auf unserer Dienstleistungs-Seite "Familienstützpunkte"