FORSCHA 2017: Entdecken – Staunen – Lernen

30.11.2017

Der Landkreis München mit dem Partner MINT-Campus Dachau auf der Münchner Mitmachmesse – ein Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Zukunft

Foto: Landrat Christoph Göbel auf der Forscha

Auch die Schirmherren experimentieren eifrig mit: Landrat Christoph Göbel und Stadtrat Haimo Liebich (li), der in Vertretung von Münchens Oberbürgermeister Reiter die FORSCHA miteröffnet hat.

Drei Tage lang hatten junge und jung gebliebene Entdecker Zeit, auf der großen Münchner Mitmachmesse FORSCHA zu experimentieren, Neues zu entdecken und sich dabei auf spielerische Art und Weise den Themen Wissenschaft und Technik zu nähern. Schon zum dritten Mal war auch der Landkreis München mit von der Partie. Zusammen mit dem MINT-Campus Dachau (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) und zehn weiteren Kooperationspartnern begeisterte das MINT-Team des Landkreises vom 17. bis 19. November 2017 im MOC die Besucher mit spannenden Experimentier- und Mitmachstationen.

Gemeinsam mit Partnern aus wissenschaftlichen Einrichtungen und Vereinen war eine echte Erlebniswelt entstanden. Es gab Experimentierstationen, Versuchsanordnungen und Schülerlabore sowie einen Infostand des Landratsamts München. Von Freitag bis Sonntag wurde intensiv getüftelt, entdeckt, diskutiert, gebastelt und gezeichnet. Jede Experimentierstation wurde von Wissenschaftlern, Pädagogen, Schülerinnen und Schülern sowie Mitarbeitenden des Landkreises München betreut. Mit Hilfe eines 3D-Druckers konnten die Besucher beispielsweise dreidimensionale Gegenstände modellieren, scannen und ausdrucken. Ein Blick durchs Mikroskop vermittelte tiefe Einblicke in die Welt von Mineralien und Gesteinen. Und wer wollte, konnte sogar humanoide Roboter steuern, sich ein Hör-Memory für zu Hause basteln und vieles andere mehr ausprobieren. Am "Schulfreitag" diskutierten Schülerinnen und Schüler mit Vertretern aus Hochschule, Politik, Lehrerverbänden und Wirtschaft zum Thema "Fit for the Future - Zukunft der Bildung". Dabei ging es unter anderem um die Förderung der Medienkompetenz durch die Schule, die Nutzung der neuen Medien in der Schule sowie die Rolle der Lehrkräfte für eine zukunftsorientierte Bildung und die Anforderungen an die Lehrerbildung heute.

Eröffnet wurde die FOSCHA in diesem Jahr durch Landrat Christoph Göbel. In seinem Grußwort betonte er die Bedeutung der MINT-Region Münchner Umland für die MINT-Bildung. "Wir sind hocherfreut, dass wir im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Landkreis Dachau vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst zu einer der acht MINT-Regionen ernannt wurden", so Göbel, und hob die Bedeutung der MINT-Bildung für die Fachkräftegewinnung hervor.

Die Zukunft im Blick

Die Fachkräftegewinnung ist eine Herausforderung, die insbesondere Branchen mit ingenieurwissenschaftlicher und naturwissenschaftlich-technischer Prägung, aber auch die vielen handwerklichen und mittelständischen Unternehmen beschäftigt. Eine frühzeitige Förderung im Schulbereich ist besonders wichtig, da hierüber die Weichen für die spätere berufliche Orientierung gestellt werden. Durch die Unterstützung von MINT-Aktivitäten und die Sicherstellung des Unterrichtserfolgs in MINT-Fächern werden die Sicherung des Fachkräftenachwuchses und damit eine positive wirtschaftliche Entwicklung gefördert.

Unter Federführung der beiden Landkreise München und Dachau soll in der MINT-Region Münchner Umland die MINT-Bildung für alle, vor allem für junge Menschen, gefördert werden. Ein Baustein ist dabei die gemeinsame Teilnahme der Kooperationspartner auf der FORSCHA. Aus dem Landkreis Dachau beteiligte sich der MINT-Campus Dachau, der sich schon seit Jahren in der MINT-Bildung von Schülern und Schülerinnen engagiert. Er ist ein bedeutender Bestandteil der MINT-Region Münchner Umland.