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Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung beantragen und verlängern

Beschreibung

Wenn Sie gewerblich ein Taxi, einen Mietwagen, einen PKW mit Linien und Ausflugsverkehr oder einen Krankenkraftwagen fahren wollen, benötigen Sie zusätzlich zu Ihrer allgemeinen Fahrerlaubnis eine gesonderte Fahrerlaubnis, die sog. Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung.

Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Beförderung tatsächlich entgeltlich erfolgt. Beispiel: Der Fahrer eines Reisebüros, das seine Kunden als Extraservice mit einem Kleinbus "kostenlos" zum Flughafen fährt, benötigt eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung, weil dahinter eine Gewinnerzielungsabsicht, also Werbung für das Reisebüro, steckt.

Die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung empfehlen wir u.a. aus versicherungstechnischen Gründen, außerdem auch bei Nachbarschaftshilfen, welche, z.B. über einen Mitgliedsbeitrag finanziert, andere Mitglieder mit einem Kraftfahrzeug befördern. Gleiches gilt für karitative Einrichtungen (Wohlfahrtsverbände etc.), die mit Bundesfreiwilligendienstleistenden Fahrdienste abdecken, auch wenn sich diese Fahrdienste z.B. nur "mittelbar" über Pflegesätze oder ähnliches finanzieren.

Keine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung wird benötigt, wenn für das Kraftfahrzeug mit dem Personen befördert werden sollen, die Busklassen D1, D1E, D oder DE vorgeschrieben sind. In diesen Busklassen ist die Berechtigung zur Personenbeförderung bereits enthalten.

Die Voraussetzung für den Erwerb der Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung ist der Besitz des EU-Kartenführerscheins. Sollten Sie noch im Besitz eines alten grauen oder rosa Führerscheins sein, müssen Sie Ihren Altführerschein gleichzeitig umtauschen. Sie müssen darüber hinaus seit mindestens 2 Jahren im Besitz der Fahrerlaubnisklasse B (PKW) sein (Ausnahme: ein Jahr bei Krankenkraftwagen).  

Die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung ist in der Regel 5 Jahre gültig und muss rechtzeitig (ca. 3 Monate vor Ablauf) verlängert werden, da nach Ablauf der eingetragenen Geltungsdauer eine Personenbeförderung nicht mehr erfolgen darf! In Ausnahmefällen, z.B. bei Eignungsbedenken der Fahrerlaubnisbehörde, sind auch kürzere Geltungsdauern möglich.

Spätestens bei der Abholung des Führerscheins zur Fahrgastbeförderung ist außerdem ein sog. Ortskundenachweis beizubringen. Die abzulegende Ortskundeprüfung erstreckt sich über das Pflichtfahrgebiet München, also Stadt- und Landkreis München, sowie Teile der umliegenden Landkreise und die Flughafenregion.

Der Ortskundenachweis ist bei Taxifahrern grundsätzlich vorzulegen. In den übrigen Fällen (Mietwagen), ist der Ortskundenachweis nur dann vorzulegen, wenn der Ort des Betriebssitzes bzw. der regelmäßige Geltungsbereich über 50.000 Einwohner hat.

Erforderliche Unterlagen

Bei der Antragstellung muss der Antragsteller jederzeit in der Lage sein, seine Identität nachzuweisen.

  • Personalausweis (mit aktueller Meldeanschrift) oder Reisepass mit amtlicher Meldebescheinigung

Für einen Erstantrag:

  • aktuelles, behördliches Führungszeugnis (ist bei der Wohnsitzgemeinde zu beantragen)
  • Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung des Sehvermögens (bei Antragstellung nicht älter als 2 Jahre)
  • Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung (bei Antragstellung nicht älter als 1 Jahr)
  • Gutachten (PMU - medizinisch-psychometrische Untersuchung) eines Arbeits- oder Betriebsmediziners oder wahlweise einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung
  • Ortskundenachweis (grundsätzlich bei "Taxi", bei "Mietwagen" nur, wenn der Betriebssitz mehr als 50.000 Einwohner hat)

Für einen Verlängerungsantrag:

  • aktuelles, behördliches Führungszeugnis (ist bei der Wohnsitzgemeinde zu beantragen)
  • Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung des Sehvermögens (bei Antragstellung nicht älter als 2 Jahre)
  • Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung (bei Antragstellung nicht älter als 1 Jahr)
  • wenn über das 60. Lebensjahr hinaus verlängert werden soll: Gutachten (PMU - medizinisch-psychometrische Untersuchung) eines Arbeits- oder Betriebsmediziners oder wahlweise einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung

Gesetzliche Grundlagen

Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV)
Straßenverkehrsgesetz (StVG)

Kosten

  • 37,50 Euro
  • zuzüglich ca. 5,00 Euro Gemeindegebühren
  • zuzüglich 13,00 Euro für behördliches Führungszeugnis
  • ggf. zuzüglich 56,00 Euro für Ortskundenachweis

Kontaktinformationen

Die Antragstellung muss aufgrund der notwendigen Identitätsprüfung persönlich bei der Wohnsitzgemeinde oder der Führerscheinstelle erfolgen.

Beachten Sie bitte in den Fällen der Verlängerung die rechtzeitige Antragstellung (ca. 3 Monate vor Ablauf)!

Die Abholung des Führerscheins kann auch durch schriftlich bevollmächtigte Dritte erfolgen, welche sich jedoch ausweisen müssen.

Die Ortskundeprüfung wird vom TÜV Süd AutoService in München abgenommen. Anmeldungen finden über die Gewerbevertretungen ("Taxiverbände") statt.

Formulare und Merkblätter

Anschrift des Fachbereiches und Öffnungszeiten

Landratsamt München
Außenstelle Kraftfahrzeugzulassungs- und Führerscheinstelle
Bretonischer Ring 1
85630 Grasbrunn-Neukeferloh

Telefon: 089 / 6221-3000
Fax: 089 / 6221-3128
E-Mail: fuehrerscheine@lra-m.bayern.de

Öffnungszeiten:
Montag07:30 - 12:00 Uhr und 13:30 - 15:00 Uhr
Dienstag07:30 - 12:00 Uhr und 13:30 - 15:00 Uhr
Mittwoch07:30 - 12:00 Uhr
Donnerstag07:30 - 12:00 Uhr und 13:30 - 17:00 Uhr
Freitag07:30 - 12:00 Uhr

Dieser Dienstleistung zugeordnete Schlagwörter:
Führerschein, Fahrerlaubnis, Fahrgastbeförderung, Busse, Taxi

Diese Dienstleistungsbeschreibung wurde am  07.04.2014  aktualisiert.


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