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Die Feuerwehreinsatzzentrale im Landkreis München wurde zu Beginn der 70er Jahre eingerichtet. Vor der Einrichtung gab es für die Feuerwehren des Landkreises mehr als 50 unterschiedliche Rufnummern, die bei Feuerwehrkommandanten, Gemeindeverwaltungen und Landpolizeistationen aufliefen. Es liegt auf der Hand, dass diese Form der Alarmierung sehr problematisch war. Die Gebietsreform mit der Eingliederung von 9 weiteren Gemeinden in den Landkreis verschärfte die Situation noch mehr. Durch diesen Zuwachs, aber auch durch die zunehmende Industrialisierung wurde eine Zentralisierung der Notrufnummern notwendig. Aus dieser Erkenntnis heraus richtete der Landkreis München im Jahr 1972 (auch im Hinblick auf die bevorstehende XX. Olympiade in München) eine der ersten ständig besetzten Feuerwehreinsatzzentralen in Bayern ein. Seit dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme bearbeitet die Feuerwehrereinsatzzentrale mehrere tausend Einsätze jährlich und stellt zusätzlich den Meldekopf für den Landkreis und Führungsmittel für den Einsatzstab bei besonderen Lagen dar. Darüber hinaus hat sich die Einsatzzentrale zu einem Service-Zentrum entwickelt, bei dem die Bürger des Landkreises rund um die Uhr in Notfällen oder anderen Hilfeersuchen beraten werden.
Bedingt durch den Ballungsraum München, ist die Feuerwehreinsatzzentrale für den Landkreis München eine der meist frequentierten in Bayern.
In der Feuerwehreinsatzzentrale laufen jeden Tag mehr als 150 Anrufe und Hilfeersuchen auf, die von den Disponenten im Schichtdienst an bis zu 5 Arbeitsplätzen bearbeitet werden.
Nicht nur die 45 Freiwilligen Feuerwehren und die 10 Werk- und Betriebsfeuerwehren werden von der Feuerwehreinsatzzentrale alarmiert, sondern auch die Katastrophenschutzkräfte des Landkreises, sowie die Sonderfahrzeuge und Einsatzkräfte des
ABC-Zuges und des
Technischen Hilfswerks.
Überblick über die Kernaufgaben der Feuerwehreinsatzzentrale:
Für den Betrieb der Feuerwehreinsatzzentrale ist eine umfangreiche technische Ausstattung erforderlich, die in jeder Betriebssituation die Einsatzbearbeitung ermöglicht und sicherstellt. Alle betriebswichtigen Systeme sind dabei mehrfach vorhanden oder mehrstufig redundant ausgelegt.
Die Feuerwehreinsatzzentrale des Landkreises arbeitet in einem Verbundnetz aus Einsatzzentralen im Bereich München. Die Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst werden durch die Einsatzzentralen im jeweiligen Fachbereich geführt.
Weiterhin ist die Zentrale an verschiedene Betriebszentren wichtiger Unternehmen im Bereich der Sicherheit, Energieversorgung und des Verkehrs angebunden (z.B. U-Bahn-Zentrale, Gaswache, Stromversorgungsunternehmen, DB-Leitstelle uvm.).
Die Einsatzzentralen sind per Direktleitungen vernetzt und können damit alle Einsatzmaßnahmen unmittelbar abstimmen und koordinieren.
Das Telefon- und Vermittlungssystem ermöglicht dabei die Entgegennahme und Vermittlung von Anrufen aus jedem Bereich und an alle anderen Zentralen.
Die Mitarbeiter besetzen die Einsatzzentrale im Wechselschichtdienst rund um die Uhr.
Im Regelbetrieb werden die eingegangenen Anrufe durch die Disponenten bewertet und direkt weiterbearbeitet. Anrufern werden gleich Tipps zu Selbsthilfemaßnahmen gegeben, die dann eingeleitet werden können bis die Feuerwehr eintrifft.
Über ein Alarmierungssystem können jederzeit dienstfreie Kräfte die Einsatzzentrale kurzfristig verstärken. Bei Einsatzhäufungen (z.B. Unwettersituationen) werden dann weitere Abfragetische besetzt, die dann Einsätze entgegennehmen.
Besondere Schadensfälle oder Großschadenslagen werden in einem abgesetzten Dispositionsbereich bearbeitet, der mit einem Lageraum für den Führungsstab des Landratsamtes unmittelbar in Verbindung steht.
Neben dem eigentlichen Einsatzbetrieb werden durch die Sachgebietsleitung und spezielle Arbeitsgruppen zwischen den Einsätzen verschiedene Umfeldarbeiten erledigt.
Hier einige Beispiele:
Die Mitarbeiter müssen bei der Einstellung eine mehrjährige Führungserfahrung bei einer Feuerwehr gesammelt haben und eine rettungsdienstliche Ausbildung besitzen, bevor sie in der Einsatzzentrale übernommen werden können.
Dadurch ist sichergestellt, dass die Einsatzsituation vor Ort richtig eingeschätzt wird und der Einsatzleiter der örtlichen Feuerwehr entsprechend unterstützt werden kann.
Die Mitarbeiter werden mittels einer internen dreimonatigen Ausbildung für den Dienstbetrieb vorbereitet und durchlaufen in der Folgezeit mehrere Lehrgänge an den staatlichen Feuerwehrschulen für den Bereich der Führungsausbildung und in weiterer Spezialgebiete.
Sachgebiet 5.4 - Feuerwehreinsatzzentrale
Notfallnummer:
089 / 66 20 23
Allgemeine Fragen:
089 / 6221 - 2303
E-Mail: Feuerwehreinsatzzentrale
Die Feuerwehreinsatzzentrale ist rund um die Uhr besetzt.