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12.01.2012 14:15
Kategorie: Auto - Verkehr - Sicherheit - Ordnung, Verwaltung - Bürgerservice - Politik - Wahlen

Die Autobahndirektion Südbayern und das Landratsamt München informieren:

Verkehrssicherheit erhöht

Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A995 tritt in Kraft. Auch dem Bedürfnis nach mehr Lärmschutz wird damit Rechnung getragen

Wo nachts die Fahrzeuge nur mit 80 km/h bzw. 60 km/h unterwegs sind, durften sie tagsüber bislang mit uneingeschränkter Geschwindigkeit fahren – eine Tatsache, die auf dem Streckenabschnitt der A995 zwischen der Anschlussstelle Sauerlach und der Stadtgrenze zu einer erhöhten Verkehrsgefährdung geführt hat. Zudem klagten die Anwohner seit langem über eine erhebliche Belastung durch Verkehrslärm. Doch Besserung ist in Sicht: Ab heute dürfen Pkw und Lkw, die in Richtung München unterwegs sind, zwischen den Anschlussstellen Sauerlach und der Stadtgrenze auch tagsüber nicht mehr als 120 km/h auf den Tacho bringen.

Die Autobahndirektion Südbayern wird in den nächsten Tagen die Beschilderung zur Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 120 km/h aufstellen. Damit wird die Anordnung des Landratsamtes München umgesetzt, ergänzend zur bereits geltenden nächtlichen Geschwindigkeitsbeschränkung auf 80 km/h bzw. 60 km/h auch in der Zeit zwischen 6.00 Uhr und 22.00 Uhr die zulässige Höchstgeschwindigkeit zu begrenzen.

Zwar gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 120 km/h nur in Fahrtrichtung München und ist zudem vorerst bis zum Ende des Jahres 2012 befristet. Am Ende des Erprobungszeitraumes wird jedoch in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium des Innern eingehend geprüft werden, inwieweit die nun umgesetzte Regelung künftig beibehalten werden kann.

Weitergehende Überlegungen

Landrätin Johanna Rumschöttel hofft, dass sich das Ringen um diese Regelung gelohnt hat und die einseitige Geschwindigkeitsbegrenzung zu einer größeren Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und hinsichtlich des Lärmschutzes zumindest zu einer Teilentlastung für die Anwohner der A 995 führen wird. Bei dieser Maßnahme soll es jedoch nach den Vorstellungen des Landkreises und der betroffenen Gemeinden nicht bleiben, und konkrete Möglichkeiten zeichnen sich auch bereits ab. Am heutigen Donnerstag fand ein Gespräch zwischen Vertretern der Autobahndirektion Südbayern, des Landratsamtes München sowie der angrenzenden Kommunen über mögliche bauliche Veränderungen, die einer weiteren Lärmreduzierung dienen können, statt. Sollten sich die Gemeinden dafür entscheiden können, sich finanziell an einer vorzeitigen Sanierung des Straßenbelages zu beteiligen, wäre die Aufbringung eines so genannten Dünnschichtbelages, der die von der Autobahn ausgehenden Lärmimmissionen reduzieren würde, vielleicht schon im Jahr 2013 möglich. Die Autobahndirektion wird den betroffenen Gemeinden Unterhaching, Taufkirchen und Oberhaching nun eine Kostenberechnung vorlegen, auf deren Grundlage sie über eine Kostenbeteiligung und damit eine vorzeitige Realisierung der Maßnahme entscheiden können. Die beteiligten Bürgermeister und Gemeindevertreter bedankten sich ausdrücklich für die Initiative des Landratsamtes und die konstruktiven Lösungsvorschläge der Autobahndirektion und sehen dem weiteren Vorgehen optimistisch entgegen.