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13.06.2017 09:45
Kategorie: Umwelt - Natur - Bauen - Wohnen

Gespinstmotten "erobern" Bäume im Landkreis

Besonders am Heimstettener See sind die kahlgefressenen und von weißem Gespinst umhüllten Bäume deutlich zu erkennen. Von den Raupen geht keine Gefahr für den Menschen aus.

Foto: von Gespinstmotten befallene Weide am Heimstettener See

Foto: Larven sammeln sich in Gespinst am Stammfuß

Foto: Raupe der Gespinstmotte

Ein wenig unheimlich sehen sie schon aus, die von den Larven der Gespinstmotte (Yponomeuta spp.) kahlgefressenen und wie von einem weißen Schleier umhüllten Bäume. Je nach Art der Motte befallen die kleinen Tiere Traubenkirschen, Holunder, Weiden oder verschiedene Obstbaumarten.

Die Raupen hüllen den gesamten Baum in ein weißes Gespinst, was sie vor Fressfeinden wie Vögeln und Insekten schützt. Unter diesem Netz fressen sie den Baum bis Mitte Juni meist komplett kahl. Danach wandern sie zum Stammfuß, um sich dort zu verpuppen. Anfang Juli schlüpfen die fertig entwickelten Falter und der Spuk hat ein Ende.

Nur optische Beeinträchtigung

Der Kahlfraß fügt den Bäumen meist keinen dauerhaften Schaden zu. Sie treiben im gleichen Jahr gegen Ende Juni einen sogenannten Johannistrieb, wodurch der Baum im gleichen Jahr wieder eine weitestgehend geschlossene Krone bekommt. Lediglich Zuwachs- und Ernteeinbußen (an Obstbäumen) sind eine unschöne Nebenwirkung.

Für Menschen stellt die Raupe keine gesundheitliche Gefährdung dar. Es handelt sich lediglich um eine optische Beeinträchtigung, die zur Zeit besonders in den Erholungsgebieten des Landkreises zu beobachten ist.