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30.01.2012 10:45
Kategorie: Verwaltung - Bürgerservice - Politik - Wahlen
In den Monaten Februar und März 2012 werden Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis München über ihre Zufriedenheit mit der Kreisbehörde befragt. Sechs Fachbereiche des Landratsamtes werden dabei genauer unter die Lupe genommen: das Bauamt, die Kfz-Zulassungs- und die Führerscheinstelle, das Gesundheitsamt, das Jugendamt und die Lebensmittelüberwachung.
Durchgeführt wird die Telefonbefragung von der GfK in Nürnberg, dem größten Marktforschungsinstitut in Deutschland. Die Mitarbeiter der GfK werden insgesamt 400 telefonische Interviews mit zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises durchführen. Die Stichprobe ist ausreichend, um differenzierte Aussagen über die Meinung der Bürger über das für sie zuständige Landratsamt und die publikumswirksamen Sachgebiete zu ermöglichen.
Die Befragung umfasst die Themenkomplexe, die in der Bevölkerung zu Zufriedenheit oder Unzufriedenheit führen. Dabei geht es zum einen um den fachlichen und persönlichen Eindruck, den die Bürger vom Personal des Landratsamtes haben. Ein zweiter Schwerpunkt betrifft alle relevanten infrastrukturellen und organisatorischen Aspekte - angefangen beim Parkplatzangebot und den Öffnungszeiten bis hin zur Zufriedenheit der Bürger mit der Bearbeitung von Anfragen und Anträgen.
Neben dem Landratsamt München nehmen sieben weitere bayerische an den umfangreichen Bürgerbefragungen teil, darunter auch die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Starnberg.
Ihren Ausgangspunkt nahmen diese Befragungen vor mehr als zehn Jahren im Rahmen des Pilotprojekts "Verwaltungsreform" des Bayerischen Landkreistages. Zum Zweck der Modernisierung der Kreisverwaltungen haben sich innovative Landkreise im Bayerischen Innovationsring zusammengeschlossen und neben anderen Maßnahmen eine Bürger-/Kundenbefragung konzipiert. Eine Vielzahl von Behörden, Bezirksregierungen wie auch Landkreise in Bayern und in Hessen haben diese erfolgreiche Initiative mittlerweile aufgegriffen.
Die letzte Bürgerbefragung wurde im Jahr 2010 mit zwölf bayerischen Landkreisen durchgeführt. Da aus den Ergebnissen eine Vielzahl wertvoller Handlungsempfehlungen abgeleitet und umgesetzt werden konnte, findet die Befragung in diesem Jahr in weiteren acht Landkreisen statt.
"Wir wollen wissen, wo aus Bürgersicht unsere Schwachstellen sind und wo wir noch besser helfen können", sagt Landrätin Johanna Rumschöttel zu der Initiative. "Wir verstehen uns als moderner Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger und möchten herausfinden, ob uns unsere Kunden auch so sehen."
Bis zum Mai hat die GfK voraussichtlich alle Interviews analysiert und kann dem Landkreis ein genaues Zeugnis seiner Stärken und Schwächen ausstellen. Zudem wird sie Empfehlungen erarbeiten, mit welchen Maßnahmen das Landratsamt seine Bürger in Zukunft stärker zufrieden stellen kann. Um ein möglichst realistisches Bild über den Service der Behörde zu bekommen, bittet das Landratsamt die Bürgerinnen und Bürger, an der Befragung mitzuwirken und sich für das Telefoninterview eine Viertelstunde Zeit zu nehmen.