Fraueninformationsbörse "vitaminF"

Warum gibt es Fraueninformationsbörsen?

Informationsbörsen für Frauen werden seit vielen Jahren vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt. Fraueninformationsbörsen haben das Ziel, die Öffentlichkeit und das interessierte Fachpublikum über die aktive Beteiligung von Frauen am gesellschaftlichen und politischen Leben ihrer Stadt oder Gemeinde zu informieren. Sie bieten ein Forum der Begegnung, des Austauschs und der Vernetzung. Mit "vitaminF♀" haben die Frauenorganisationen des Landkreises München und der Landeshauptstadt zum ersten Mal die ehrenamtliche und hauptamtliche Arbeit in Verbänden, Projekten und Institutionen einer breiten Öffentlichkeit medienwirksam vorgestellt!

Rückblick auf "vitaminF♀"

Im Jahr 2001 konnte die Gleichstellungsstelle des Landkreises München auf 5 Jahre Praxis zurückblicken. Dieser Geburtstag motivierte uns, eine Informationsbörse zu organisieren und zu koordinieren. Nach monatelangen Vorbereitungen war es dann am 14. und 15. September 2001 soweit: das Landratsamt München öffnete erstmalig seine Tore für die Fraueninformationsbörse "vitaminF♀".

Infomarkt

Die Resonanz der interessierten Frauenorganisationen war beeindruckend. Rund 120 unterschiedliche Institutionen aus dem Landkreis und der Landeshauptstadt München präsentierten im Infomarkt an 70 Ständen in den Fluren des Klosterbaus ihre Arbeit! Das Angebot an Informationsständen war breit gefächert und vielseitig. Die Palette reichte von den ehrenamtlichen Hospizvereinen, Kirchenvertreterinnen bis hin zu Beratungsstellen im Landkreis. Rund 1.500 Besucherinnen (und Besucher) dokumentierten mit ihrem Besuch, dass ein großer Bedarf existiert, sich über frauenspezifische Themen und Angebote zu informieren. Sie konnten Organisationen wie das "Arbeitsamt München", "Beauftragte der Polizei für Frauen und Kinder, K 314", "Cinderella, Beratungsstelle für Ess-Störungen", "Himmel und Erde e. V., Schule der Frauen", "LADIES FIRST", "Landratsamt München, Altenhilfeberatung, Betreuungsstelle und Öffentliches Gesundheitswesen", "SOLWODI e. V., AK Bayern", "TERRE DES FEMMES e. V.", "Wen Do", "Selbstverteidigung für Mädchen und Frauen" finden, um nur einige zu nennen. Die kostenlos zur Verfügung gestellte Kinderbetreuung ermöglichte es vielen Müttern in Ruhe einige Stunden über den "Markt der Informationen" im Landratsamt zu schlendern und Kontakte zu knüpfen.

Workshops und Vorträge

Parallel zum Infomarkt fanden über 50 Workshops zu Themen von A wie "Alzheimer - trifft es nur Frauen?" und F wie "Frauen berichten über ihre Karrieren", H wie "Moderne Hexen" bis hin zu N wie "Networking - Kontakte knüpfen und sinnvoll nutzen" und S wie "Sextourismus braucht keine Langstreckenflüge mehr" und schließlich "Selbstschutz" statt. In durchschnittlich einstündigen Fachveranstaltungen konnten sich die Besucherinnen vertieft mit den dargestellten Themen auseinandersetzen, diskutieren und voneinander profitieren. Eine SZ-Redakteurin schrieb, in den altehrwürdigen Hallen des Landratsamts sei "eine Art Unibetrieb im Taubenschlag" durch die Fraueninformationsbörse entstanden! Recht hatte sie, denn ca. 750 bis 800 Besucherinnen konnten wir allein in diesen Workshops registrieren!

Kulturprogramm

Ein buntes vielseitiges Kulturprogramm im Foyer, Festsaal und auf der Freilichtbühne im Innenhof stellte den Rahmen dar, in dem Frauen und Mädchen ihre kreativen Fähigkeiten wie Musik, Gesangsimprovisationen und Tanz präsentierten. Allein bei der Ausstellungseröffnung "Weibliche Lebens(t)räume", in der Bilder und Skulpturen für 4 Wochen im Foyer des Hauptgebäudes betrachtet werden konnten, durften wir ca. 180 Gäste begrüßen. Auch das Kabarett "Männerschlussverkauf", des Galli Theaters München war innerhalb einer Woche restlos ausverkauft. Die gute Stimmung während der Aufführung im Festsaal sprach für sich.

Danksagung

Nicht nur die Beachtung durch Presse, Besucherinnen und Besucher, sondern auch das Engagement und die Unterstützung, die das Projekt von Helferinnen und Helfern aus dem Landratsamt, von den Kreistagsfraktionen und den Sponsoren wie der Kreissparkasse München-Starnberg, der Brauerei Inselkammer aus Aying und die Firma Kreative Verkaufsförderung erfuhr, zeigten uns, dass wir mit unserer Arbeit auf "dem richtigen Weg" sind. Die Stellungnahme einer teilnehmenden Mitarbeiterin des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend freute uns sehr: "vitaminF♀" war eine der größten und erfolgreichsten Informationsbörsen in Deutschland, vergleichbar mit Berlin und Leipzig!