Radschnellverbindungen

Mit dem Rad von der Landeshauptstadt nach Garching in rund 30 und nach Unterschleißheim in rund 20 Minuten. Was heute noch wie Zukunftsmusik klingt, könnte bald schon in die Realität umgesetzt werden.

Im Jahr 2015 hat der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München eine Potenzialanalyse für Radschnellverbindungen in München und Umgebung vorgelegt. Seit Anfang 2016 untersuchte der Planungsverband gemeinsam mit dem Aachener Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen im Auftrag des Ausschusses für Mobilität und Infrastruktur des Landkreises München in einer Machbarkeitsstudie einen Pilotkorridor ab der Münchner Stadtgrenze bis zum Hochschulcampus in Garching sowie einen davon abzweigenden Teilkorridor zwischen München-Neuherberg und Unterschleißheim. Ziel der Studie war es, einen Vorschlag für einen möglichen Streckenverlauf nach Garching bzw. Unterschleißheim zu erarbeiten und einen allgemeinen Standard für Radschnellverbindungen in der Region München zu entwickeln.

Bürger diskutierten mit

In einem weiteren wichtigen Arbeitsschritt hatten interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Ideen, Anregungen und Wünsche in den Planungsprozess einzubringen. Dazu fanden zwei offene Bürgerwerkstätten in Unterschleißheim und Garching statt. Dort hatten Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, auf Basis der Ergebnisse der Voruntersuchung, miteinander zu diskutieren und die bislang erarbeiteten Szenarien weiterzuentwickeln.

Insbesondere von der Studentenschaft der TU wurde eine direkte Verbindung nach Garching gewünscht. Diesem Wunsch kam der Ausschuss für Mobilität und Klimaschutz insoweit nach, als er beschloss, den in der Potentialanalyse als ebenfalls machbar beurteilten Korridor 4, in die weitere vertiefte Planung mitaufzunehmen.

Weitere Routen im Osten und Süden

Doch auch bei diesen Routen soll es nicht bleiben. Die Ausschussmitglieder sprachen sich zudem dafür aus, zusammen mit der Landeshauptstadt München und den betroffenen angrenzenden Landkreisen eine Machbarkeitsuntersuchung für drei weitere Korridore auszuschreiben. Dabei sollen die in der Potentialanalyse bereits voruntersuchten Korridore 6 nach Markt Schwaben, 9 nach Oberhaching sowie 11/11a nach Starnberg untersucht werden. Zudem beauftragten die Kreisräte die Verwaltung, ein landkreisweites Konzept für tangentiale schnelle Radwege zu erstellen.

Weitere Informationen zum Thema Radschnellweg sowie die Machbarkeitsuntersuchung finden Sie auf der Website des Planungsverbands Äußerer Wirtschaftsraum München (PV): www.pv-muenchen.de.