Urwaldkäfer im Klosterwald Maria Eich

Dass der kleine Eichen-Hainbuchen-Wald rund um Kloster und Wallfahrtskapelle Maria Eich in Planegg mit seinen rund 50 mächtigen, mehr als 250 Jahre alten Eichen etwas Besonderes sein muss, war den Fachleuten von der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt schon nach der ersten Ortseinsicht klar. Niemand rechnete allerdings mit derartig spektakulären Funden: Rund 240 Holzkäferarten konnten in nur einer Untersuchungssaison nachgewiesen werden, darunter 88 Arten der Roten Listen. Was aber für Aufsehen sorgte, war der Nachweis von acht Urwaldreliktarten, also Arten, die nur in sehr alten und besonders totholzreichen Wäldern vorkommen. Neben den Käfern konnten darüber hinaus neun Fledermausarten und eine Vielzahl an Vogelarten nachgewiesen werden.

Zum Schutz, dem Erhalt und der Entwicklung des Kosterwaldes Maria Eich hat sich eine Allianz aus den Bayerischen Staatsforsten AöR - Forstbetrieb München und der Forstbetrieb der Erzdiözese München und Freising als Vertreter der Grundeigentümer bzw. Bewirtschafter mit den Brüdern des Augustiner Ordens, der Gemeinde Planegg und dem Landkreis München gebildet. Gemeinsam wurde eine Projektskizze mit zahlreichen Maßnahmen erarbeitet.

Das Konzept der Projektallianz wurde im Juli mit dem Biodiversitätspreis 2016 (2. Platz) des Bayerischen Naturschutzfonds ausgezeichnet.

Ein Besuch ist das Ausgustiner Kloster in Planegg nicht nur wegen seines Waldes wert, sondern auch wegen seiner kleinen Kapelle und den in der Natur arrangierten Votivbildern.

Infomaterial zur Ausstellung zum Projekt