Klimaprogramm Bayern

Im Jahr 2000 beschloss die bayerische Staatsregierung gezielt gegen die Hauptursachen des Klimawandels vorzugehen. Sieben Jahre später wurde das Klimaprogramm Bayern 2020 aufgelegt. Es umfasst neben Forschungsaufträgen vor allem Maßnahmen des technischen Umweltschutzes, die das Ziel verfolgen, die Emissionen an Kohlendioxid (CO2) zu reduzieren.

Rund 30 % des weltweiten Boden-Kohlenstoffs sind im Torf von Mooren festgelegt. In Bayern waren ursprünglich 3 % der Landesfläche von Mooren bedeckt. Heute sind mehr als 95 % der bayerischen Moore stark geschädigt oder gar unwiederbringlich zerstört. Bei der Moorentwässerung werden die über Jahrtausende im Torf gespeicherten Kohlenstoffmengen sowie weitere klimarelevante Spurengase wie Lachgas (N2O) und Methan (CH4) an die Atmosphäre abgegeben. Jährlich entweichen aus Bayerns Mooren bis zu 5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, das entspricht mehr als 6 % des jährlichen bayerischen Ausstoßes (Bezugsjahr 2003).

Deshalb wurde im Rahmen des Themenschwerpunkts "Anpassung an den Klimawandel" in den Jahren 2008 bis 2011 13 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um degradierte Moore in ganz Bayern zu sanieren.
Durch eine gezielte Wiedervernässung kann der Torfzersetzungsprozess gestoppt, das natürliche Moorwachstum und damit die Festlegung von Kohlendioxid im Torf wieder angeregt werden.
Auch im neuen "Klimaschutzprogramm Bayern 2050" werden Naturschutzgelder für Moorrenaturierung eingesetzt.

Im Landkreis München konnten finanziert aus Mitteln des Klimaprogramms Bayern, bislang rund 17,5 Hektar Moorfläche im Deininger Moor saniert werden. In den kommenden Jahren sollen weitere Moorgebiete folgen.

Am Rande des südlichen Hochmoorkerns im Deininger Moor wurden drei Infotafeln, randlich des Weihermooses am Südende des Deininger Weihers werden in Kürze zwei weitere Tafeln zum Projekt aufgestellt

Ansprechpartner
Herr Wagner

Telefon:
089 / 6221-2367
Fax:
089 / 6221 44-2367
Zimmer:
F 2.19
Bereich:
4.4.3