Universitäten und Hochschulen

Die Wissenschaftsregion Landkreis München zeichnet sich durch seine globalen Wissenschafts- und Forschungszentren aus.

Helmholtz Zentrum München

In Oberschleißheim befindet sich der Hauptsitz des "Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt".

Im Helmholtz Zentrum München, das früher unter dem Namen "GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit" bekannt war, arbeiten ca. 1800 Menschen in 26 wissenschaftlichen Instituten und Abteilungen.

Zentrale Aufgabe der Forschung sind die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Umwelt. Ziel der Arbeit ist es, aus dem Verständnis der Erkrankungsmechanismen heraus neue Ansätze für Prävention, Diagnose und Therapie zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen chronische Krankheiten der Lunge, Allergien, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Die Wissenschaftler arbeiten eng mit Universitäten, Kliniken und Forschungseinrichtungen im Münchner Raum zusammen.

Das Helmholtz Zentrum München gehört der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungseinrichtungen an, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

TUM Campus Garching

Im Norden des Landkreises München befindet sich die kleine, aber feine Universitätsstadt Garching mit einem in Europa einzigartigen Hochschul- und Forschungsgelände.

Der Garchinger Campus bildet das Herz der naturwissenschaftlichen Fakultäten der Technischen Universität München. An den Fakultäten für Maschinenbauwesen, Informatik, Mathematik, Physik und Chemie studieren fast 9.000 Studenten und Studentinnen.

Von der Fakultät Physik der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) befinden sich die Lehrstühle für Atomphysik, Laserphysik, Hochenergiephysik und Kernphysik auf dem Campus in Garching.

Weitere Forschungseinrichtungen aus den Bereichen Grundlagen und der angewandten Forschung umfassen vier Max-Planck-Institute, die ESO (European Southern Observatorium), das europäische Forschungszentrum von General Electric, das Leibniz-Rechenzentrum sowie das Innovations- und Gründerzentrum gate.

Darüber hinaus befindet sich das "Bayerische Kompetenzzentrum für Weiße Biotechnologie" auf dem Campus Garching. Im neuen Förderprogramm "BioIndustrie 2021" des Bundesforschungsministeriums geht es um industrielle Prozesse mit "Biogenen Building Blocks und Performance Proteinen (IBP)". Dieses IBP-Cluster entwickelt neue Wege und Konzepte, um die heutige Petrochemie, die auf Erdöl als Rohstoff beruht, durch eine biobasierte Chemie aus nachwachsenden Rohstoffen zu ergänzen.

Derzeit arbeiten ca. 5.000 Wissenschaftler auf dem Campus Garching.

BioTech Campus Martinsried

Sein Pendant im Süden des Landkreises München bildet die Gemeinde Planegg, genauer gesagt der "Gemeindeteil" Martinsried.

In enger räumlicher Nähe sind hier das Klinikum Großhadern der Universität München, die Fakultäten für Biologie und für Chemie und Pharmazie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), die Max-Planck-Institute für Biochemie und Neurobiologie, das GSF Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, das Gen- und das Prionenzentrum der LMU München und das Innovations- und Gründerzentrum für Biotechnologie (IZB) angesiedelt.

Erst vor kurzem fertig gestellt wurde das Biozentrum der LMU München. Hier erhielten das Zoologische Institut und das Institut für Anthropologie und Humangenetik eine neue Heimat. Durch Investitionen von über 56 Mio. Euro steht den Forschern und Studierenden nun ein innovatives, modern eingerichtetes Gebäude mit etwa 10.000 Quadratmetern Hauptnutzfläche zur Verfügung. "Das neue Biozentrum der LMU ist das beste Beispiel dafür, wie die Bayerische Staatsregierung gezielt in zukunftsträchtige Schlüsselbereiche investiert", betonte Wissenschaftsminister Thomas Goppel bei der Einweihung des Gebäudes.

Insgesamt zählt Martinsried über 40 Biotech-Unternehmen, wovon etwa ein Drittel im IZB untergebracht ist. Damit hat sich Martinsried zum Zentrum der BioTech-Region München entwickelt, die insgesamt fast 100 Unternehmen zählt.

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