Start des Nahverkehrsplans

15.12.2014

Präsentation der landkreisverbindenden Tangente L 260 in Planegg ein voller Erfolg - Landkreise München und Fürstenfeldbruck glücklich über schnelle Busverbindung

Foto: Fünf Politiker stehen vor einem MVV-Bus

Daumen hoch für die erste landkreisverbindende Tangente L 260 (von links nach rechts: Peter Heizer 2. Bürgermeister Planegg, Alexander Freitag, Geschäftsführer MVV, Landrat Christoph Göbel, Fürstenfeldbrucks stellvertretender Landrat Johann Wieser, Wolfgang André, 2. Bürgermeister Germering)

"Da draußen steht das Ding" begrüßte Planeggs zweiter Bürgermeister Peter Heizer gutgelaunt die prominenten Gäste, die alle gekommen waren um die erste landkreisverbindende Buslinie zwischen dem Landkreis München und dem Landkreis Fürstenfeldbruck und damit eine der ersten Neuerung des Nahverkehrsplans zu feiern.

Landkreis braucht mehr tangentiale Verbindungen

Münchens Landrat Christoph Göbel, der sich seit Jahren für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs einsetzt, freute sich denn auch über die neue Buslinie. "Die Region muss deutlich besser ausgestattet sein mit öffentlichen Verkehrsmitteln", so der Landrat. Das habe die Erfassung sämtlicher Verkehrsdaten der Region gezeigt und die Entwicklung des Nahverkehrsplanes trage dieser Erkenntnis Rechnung. "Wir haben Angebot und Nachfrage untersucht, uns genau angeschaut, wie Bus und S-Bahn ausgestattet sein müssen, um attraktiv zu sein", sagt Christoph Göbel und spricht von einem Paradigmenwechsel, der Umkehrung von Prinzipien. Attraktivitätslinien hätten sich herausgebildet, schnelle direkte Verbindungen zu den U- und S-Bahnhöfen und die Stärkung tangentialer Verknüpfungen würden für die Bürgerinnen und Bürger in den Landkreisgemeinden immer interessanter, so der Landrat weiter.

Schneller und gut ausgebauter Nahverkehr macht Kommunen attraktiver

Fürstenfeldbrucks stellvertretender Landrat Johann Wieser freute sich ebenso, dass sein Landkreis von der direkten Busverbindung zur U-Bahnlinie U 3 profitiere. Er dankte dem Landkreis München für die planerischen und finanziellen Leistungen und betonte, auch für den Fürstenfeldbrucker Kreistag habe schnell festgestanden, sich hieran zu beteiligen.

Germerings zweiter Bürgermeister Wolfgang André meinte, "mit der L 260 wächst Germering nun noch näher mit München zusammen und die schnelle Anbindung an das Münchner U-Bahn-Netz macht die Stadt im Speckgürtel der Landeshauptstadt für Arbeitnehmer immer attraktiver."

"Es gibt keinen Grund nicht einzusteigen!"

Davon überzeugt, dass die Bürgerinnen und Bürger das Angebot, erheblich schneller ans Ziel zu kommen, gut annehmen, ist auch der Geschäftsführer des MVV, Alexander Freitag. Fürstenried West nach Germering in 25 bis 27 Minuten Fahrzeit, wo man vorher 45 Minuten gebraucht hat sind ein gutes Argument. Vier neue, moderne, die Euronorm 6 erfüllende Niederflurbusse werden im 20-Minuten-Takt auf der neuen Linie eingesetzt. "Es gibt also keinen Grund, nicht einzusteigen", so Freitag.

So sahen das auch die Gäste, darunter viele Landkreisbürgermeisterinnen und Landkreisbürgermeister und enterten den neuen Bus zur Jungfernfahrt, um die Strecke persönlich in Augenschein zu nehmen.