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22.12.2016 17:13
Kategorie: Bildung - Kultur - Freizeit - Sport

Naturwissenschaften sollen attraktiver werden

Die Landkreise München und Dachau bewerben sich gemeinsam als MINT-Region

MINT – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Nicht wenigen Schülern graut es vor diesen Fächern. Das ist schade, bietet doch eine gute naturwissenschaftliche Ausbildung große berufliche Zukunftschancen. Der Fachkräftemangel ist in diesem breiten Tätigkeitsfeld besonders hoch – die Aussicht auf einen spannenden Arbeitsplatz auch!

Der Landkreis München zählt zu den absoluten Spitzenstandorten, was Wirtschaft und Wissenschaft anbelangt. High-Tech-Unternehmen und Hochschulen von Weltrang sind an zahlreichen Standorten im Landkreis zu finden.

Dynamische Entwicklung

Der Landkreis München tut heute schon viel dafür, seine Bildungslandschaft weiter auszubauen. So schreibt er regelmäßig seinen Schulbedarfsplan fort, um das Angebot an weiterführenden Schulen bedarfsgerecht auszubauen. Die Entwicklung ist von äußerster Dynamik geprägt. An zahlreichen Orten entstehen in den nächsten Jahren wieder neue Schulen oder werden erweitert.

Jetzt möchte der Landkreis München sein Profil besonders im naturwissenschaftlichen Bereich schärfen und bewirbt sich zusammen mit dem Landkreis Dachau als so genannte MINT-Region. Die Bayerische Staatsregierung hat unter der Federführung des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst hierzu ein Ausschreibungsverfahren initiiert.

Könnte Wirklichkeit werden: ein Schülerforschungszentrum

Bis zu sieben Regionen will die Staatsregierung auswählen und bei der Bildung regionaler MINT-Netzwerke unterstützen. Ziel dabei ist, unterschiedliche Akteure in optimaler Weise miteinander zu verbinden, um bereits vorhandene Potenziale zu wecken und auszuschöpfen. Dadurch soll die MINT-Bildungskette vom Kindergarten bis zum Übergang in eine berufliche Ausbildung bzw. ein Studium optimiert werden. Anschaulichkeit und Alltagsbezug stehen bei den Angeboten besonders im Vordergrund. Mittelfristig wird die Einrichtung eines Schülerlabors oder eines Schülerforschungszentrums in jeder neuen MINT-Region angestrebt.

Ist die Bewerbung erfolgreich, so wird von der neuen MINT-Region ein so genannter MINT-Manager eingestellt, dessen Stelle dann für zwei Jahre von der Staatsregierung finanziert wird. Dieser wiederum wird unterstützt durch die MINT-Koordinatoren des für ganz Bayern zuständigen MINT-Büros Bayern.

Bewerbung im Verbund

Bereits bei der Bewerbung muss ein regionaler Verbund gemeinsam antreten. Hierzu gehören neben Kommunen Bildungseinrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen oder Hochschulen, Unternehmen und Verbände, Stiftungen etc. Neben den beiden Landkreisen München und Dachau haben sich schon jetzt so namhafte Einrichtungen, Institutionen und Unternehmen wie der MINT-Campus Dachau, verschiedene Lehrstühle von LMU und TUM, die ESO (European Organisation for Astronomical Research in the Southern Hemisphere), das Deutsche Museum, Airbus Defence and Space GmbH, das Max-Planck-Institut für Astrophysik, das Gymnasium Grünwald, der Verein Deutscher Ingenieure e.V. Landesverband Bayern und viele weitere per Partnerschaftserklärung angeschlossen.

Der Kreistag hat in seiner Dezembersitzung die Bewerbung des Landkreises München eindeutig befürwortet. „Mit unseren Voraussetzungen haben wir relativ gute Chancen, eine der sieben MINT-Regionen zu werden“, meint auch Landrat Christoph Göbel. Jetzt heißt es abwarten und Daumen drücken. Im ersten Quartal des Jahres 2017 werden die Ergebnisse des Ausschreibungsverfahrens erwartet.