1. Ausbildungsbustour

Über 30 Schülerinnen und Schüler, sechs Unternehmen und viele neue Eindrücke zu Ausbildungsberufen und zum Arbeitsleben: Das war das Ergebnis der ersten Fahrt des Ausbildungsbusses im Landkreis München. Organisiert vom Landratsamt München in Kooperation mit dem Regionalausschuss München (Landkreis) der IHK für München und Oberbayern haben zwei Klassen der Realschule Neubiberg und des Gymnasiums Höhenkirchen-Siegertsbrunn Aufgeteilt in zwei Touren jeweils drei Unternehmen besucht. Tour 1 umfasste die Betriebe Isarland Biohandel (Taufkirchen), Brauereigasthof Hotel Aying und Fritzmeier Gruppe (Großhelfendorf). Tour 2 machte  in Unterhaching Stopp beim Autohaus Schmidt, Develey Senf und Feinkost und den NH Hotels. Begleitet wurden die Jugendlichen von einer Lehrkraft, einem Trainer der Akademie Philosophische Bildung und WerteDialog sowie von Vertretern aus Landratsamt und IHK.

Auf dem Programm standen für die Schülerinnen und Schüler in jedem Unternehmen eine Betriebsführung und Gespräche mit Mitgliedern der Geschäftsführung und Mitarbeitern. Dabei ging es nicht nur um die Frage, welche Ausbildungsberufe vor Ort angeboten werden. In Gruppenarbeiten beschäftigten sie sich auch mit übergeordneten Aspekten der Arbeitswelt, beispielsweise welche Charaktereigenschaften Mitarbeiter und Vorgesetzte für ein gutes Miteinander mitbringen müssen.

Informationen über Firmen, Berufe und Arbeitsalltag aus erster Hand

Adjektive für jeden Buchstaben aus dem Alphabet zu finden, die einen guten Mitarbeiter oder Chef ausmachen, ist gar nicht so einfach, mussten die Jugendlichen feststellen. Am Ende kam aber doch eine stolze Sammlung zusammen. Eigenschaften wie „offen“, „zuverlässig“ oder „hilfsbereit“ standen dabei ganz oben auf der Liste. Auch die gegenseitige persönliche und fachliche Wertschätzung ist den künftigen Auszubildenden wichtig.  Die Arbeit soll interessant und abwechslungsreich sein und vor allem Entwicklungsperspektiven bieten. Aber welche Berufe gibt es eigentlich in einem Gasthof und Hotel, in einem Lebensmittelbetrieb, einem Autohaus oder einem Maschinenbauunternehmen? Welche Qualifikationen werden benötigt und wie wird man Führungskraft?

Diese und viele weitere Fragen konnten die Schülerinnen und Schüler ganz direkt und aus erster Hand mit Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern, Personalverantwortlichen und Mitarbeitenden klären – und erfuhren dabei, dass oft auch Umwege zum Ziel führen. Auch als Um- und Quereinsteiger kann man in Unternehmen Karriere machen und selbst, wenn einmal Steine im Weg liegen, führt ein anderer Weg zu neuen Perspektiven.

Bei den Jugendlichen kam die Bustour gut an. Die Möglichkeit, Mitarbeitende und Vorgesetzte direkt zu befragen und erste Kontakte mit interessanten Unternehmen zu knüpfen, vor allem aber auch nach der eigenen Meinung gefragt zu werden, bewerteten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss als besonders positiv. Erste Erfolge stellten sich auch direkt im Nachgang der Tour ein: Rund ein Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat sich nach der Tour dazu entschlossen, sich um entsprechende Praktikums- oder Ausbildungsplätze zu bewerben, ein erstes Praktikum in einem der teilnehmende Betriebe konnte direkt im Anschluss vermittelt werden.

Ihren Abschluss fand die Tour in einem Kreativ-Workshop, in dem die ‎Jugendlichen mit Referenten der Akademie Philosophische Bildung und ‎WerteDialog und einem professionellen Slammer einen Berufsorientierungs-‎Beitrag erarbeiten. Die drei besten Beträge wurden am 28. März 2019 auf der ‎ersten regionalen Ausbildungsmesse im Landkreis München in der Unterhachinger Hachinga-Halle vorgestellt und ‎prämiert.