Umweltehrung 2015

Landrat Christoph Göbel würdigt umweltbewusste Bürgerinnen und Bürger des Landkreises

Für ihr vorbildliches Engagement für den Umwelt-, Natur- und Klimaschutz im Landkreis München ehrte Landrat Christoph Göbel am 3. Dezember 2015 im Festsaal des Landratsamtes München acht Landkreisbürgerinnen und Landkreisbürger.

Unter dem Beifall von Vertretern des Kreistags und von Bürgermeistern der Landkreiskommunen überreichte der Landrat den Geehrten Urkunden und Ehrennadeln.

Ausgezeichnet wurden Bürgerinnen und Bürger, die ehrenamtlich in Projekten mitwirken und einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz im Landkreis leisten.

Die Aktivitäten der Geehrten im Einzelnen:

Norbert Steinmeier ist ein sehr engagiertes Mitglied in der Ortsgruppe Aschheim - Feldkirchen - Kirchheim des Bundes Naturschutz in Bayern e.V. Er kümmert sich insbesondere um die Kinder- und Jugendarbeit und veranstaltet unter anderem zusammen mit der Schule Feldkirchen Wanderungen und Biotopbegehungen zu Naturthemen im Rahmen des Lehrplans. Er engagiert sich in der Jugendbildung im Kloster Benediktbeuern bei der Vermittlung von Naturschutzthemen. Im Rahmen des Ferienprogramms hat er zusammen mit dem TSV Feldkirchen Ausflüge zu Themen des Naturschutzes wie z.B. Biber, Naturschutz und Landwirtschaft, Hecken und Wiesen usw. betreut. Herr Steinmeier ist zudem Fachmann für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik und bringt in die Arbeit der Ortsgruppe immer wieder neue Ideen ein.

Leveke von Nieuwenhuis-von Garßen ist schon seit Jahren mit ihrem Hund und ihrem Fahrrad (das verwendet sie als "Transporthilfe" für die Abfälle) im Ort unterwegs und sammelt unermüdlich das auf, was andere Menschen unachtsam fallen lassen. Ihr Engagement trägt zu einem schöneren Ortsbild bei und sorgt dafür, dass die Umwelt weniger mit dem Müll anderer Menschen belastet wird. Zudem geschieht dies noch sehr umweltfreundlich, nur unter zu Hilfenahme ihres Fahrrades und einer Greifzange. Sie erledigt diese Aufgabe aus eigenem Antrieb und auf eigene "Kosten" (sie kann den Müll im Bauhof abliefern). Sie wurde auch bereits in der Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn geehrt.

Klaus Schmitz ist seit vielen Jahrzehnten beim Bund Naturschutz, Ortsgruppe Aschheim/ Feldkirchen/ Kirchheim, aktiv. Er engagiert sich ehrenamtlich für den Vogelschutz, dokumentiert die Bestände der hiesigen Vogelwelt akribisch und sorgt somit auch dafür, dass überhaupt fundierte Kenntnisse über die Ornithologie im östlichen Landkreis vorhanden sind. Für die Gemeinde ist es wertvoll, einen Vogelkundler an der Seite zu wissen, der über die örtlichen Bestände informiert ist. So ist die Gemeinde in der Lage, zum Schutz einiger Vogelarten beizutragen. Das Aufhängen von Nistkästen an der richtigen Stelle und die Entwicklung von adäquaten Strukturen im Gemeindegebiet seien hier als Beispiel genannt. Seit 2015 kann man von Herrn Schmitz in den Kirchheimer Mitteilungen auch den Artikel "Vogel des Monats" finden. Dieser Artikel stellt ausführlich, fundiert und anschaulich Portraits verschiedener Vogelarten vor, um den Bürgern unsere Vogelwelt nahe zu bringen.

Ursula Schulze hat in zeitaufwändiger und praktischer Arbeit die zeitliche Organisation vieler umweltpädagogischer Aktionen übernommen. Sie war in den Anfangszeiten des Umweltgartens tätig und immer aktiv bei den Umweltgartenfesten, bei Pflanzaktionen am und um den Umweltgarten und besonders auch im Schulwald. Jahrelang hat sie sich besonders im Rahmen der Umweltpädagogik und hier insbesondere im Bereich Umweltbildung bei Kindern engagiert. Ursula Schulze ist auch im Bürgertreff der Gemeinde Taufkirchen rege tätig und organisiert hier z.B. Bastelaktionen mit Kindern aus Recyclingmaterial. Mindestens seit 2002 bieten sie im Rahmen des Taufkirchener Ferienprogramms für Kinder einen Spaziergang durch Taufkirchen an, der sowohl über Taufkirchner Natur und Umwelt als auch über ansässige Traditionsbetriebe und alte Gebäude informiert.

Hermann Behrens und Klaus-Dieter Burdack gehören zu den Gründungsmitgliedern der Ortsgruppe des Bund Naturschutz Brunnthal, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, die im Jahre 1986 ins Leben gerufen wurde. Beide haben sich jahrzehntelang in der Ortsgruppe des BN ehrenamtlich und uneigennützig für die Verbesserung der Umwelt im Sinne des Allgemeinwohls eingesetzt. Neben organisatorischen Aufgaben, die beide übernommen haben, waren Herr Burdack und Herr Behrens seit 1986 auch immer im angewandten Naturschutz aktiv und haben mitgeholfen, Krötenzäune aufzustellen, Biotope zu pflegen oder Nistkästen zu reinigen. Beide sind und waren auch beim Großen Ökomarkt sowie bei öffentlichen Infoständen aktiv.

Klaus-Dieter Burdack ist seit 1986 Beisitzer für technischen Umweltschutz und Bauleitplanung in der Ortsgruppe und ist auch heute noch trotz seines hohen Alters als Beisitzer aktiv. Er hat sich insbesondere mit seinen konstruktiven Vorschlägen für umweltfreundliches Bauen in Höhenkirchen-Siegertsbrunn verdient gemacht.

Hermann Behrens war sieben Jahre Kassier und acht Jahre 1. Vorsitzender der Ortsgruppe. In seiner Zeit als 1. Vorsitzender hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass der Bau einer Bundesstraße mitten durch den Höhenkirchner Forst (Grasbrunn geräumt) verhindert werden konnte. Auch heute setzt er sich noch für Umwelt- und Naturschutz ein, soweit es seine Gesundheit erlaubt.

Edwin Busl trug ganz wesentlich zu folgenden Aktivitäten bei bzw. regte diese an:

  • Pflanzung von Tausenden von Bäumen in den Wäldern Haars (Am Wasserwerk und in der Dianastraße) im Rahmen von "Plant for the Planet"
  • Ausbildung von Schülerinnen und Schülern zu Klimabotschaftern im Rahmen von "Plant for the Planet"
  • Sein Engagement hat bewirkt, dass das Ernst-Mach Gymnasium (EMG) für zahlreiche Aktivitäten im Jahr 2013 von Bundespräsident Gauck in Berlin ausgezeichnet wurde.
  • Edwin Busl regte 2011 den Arbeitskreis "Umweltschulen in Haar" an, der zur Folge hatte, dass in den letzten Jahren neben dem Ernst-Mach-Gymnasium auch die beiden Grundschulen ausgezeichnet wurden.

Edwin Busl bearbeitet zwar viele Projekte im Rahmen seiner hauptamtlichen Tätigkeit als Lehrer; die Ehrung möchte aber würdigen, dass er dabei auch einen sehr großen Teil seiner Freizeit für diese Projekte aufwendet.

Johannes Reichl ist Schüler der Montessori-Schule in Neubiberg. Im Rahmen einer Abschlussarbeit hat er eine mobile Solarladestation für elektrische Fahrräder entwickelt. Johannes Reichl beschäftigt sich schon länger mit E-Bikes und baute sich auch sein eigenes E-Bike. Dabei stieß er auf das Problem, dass irgendwann die Akkus leer waren. Das kann bei längeren Strecken zum Problem werden, da es noch immer nur wenig Ladestationen gibt. Also machte er sich selbst an den Bau einer Ladestation, und zwar einer zum Mitnehmen. Seine Erfindung ist ein Rucksack mit einem aufrollbaren Solarpaneel für E-Bikes. In nur drei Minuten ist die etwa vier Kilo schwere Ladestation einsatzbereit. Mit "Jojos power to go" hat er bei "Jugend forscht" teilgenommen und beim Regionalwettbewerb Nord den zweiten Preis in der Kategorie "Technik" erreicht. Darüber hinaus wurde ihm der Sonderpreis des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie für erneuerbare Energien zuerkannt.

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