Richtig Heizen mit Holz
Mit dem nahenden Winter steigt die Sehnsucht nach gemütlichen Stunden vor dem Kaminfeuer. Doch das richtige Heizen mit Holz ist nicht nur entscheidend für die wohlige Atmosphäre, sondern auch für unsere Umwelt und Gesundheit. Es gibt daher einige Aspekte, die für die angemessene Benutzung eines Holzofens zu berücksichtigen sind.
Einladung zum Online-Kaminofenseminar am Mittwoch, 14. Januar, um 18 Uhr
„Weniger Holz und Staub durch optimales Einheizen“
Schulungsinhalt: Wer mit Kamin- oder Kachelofen heizt, kann beim idealen Bedienen Brennholz sparen und Emissionen wie Feinstaub verringern. Wichtig ist, optimal nachzulegen und die richtige Lufteinstellung zu wählen. Das belegen Untersuchungen am Technologie- und Förderzentrum (TFZ). Beim Seminar wird vermittelt, wie brennstoffsparendes und emissionsarmes Heizen mit Holz gelingt. Weiterhin geht es um den Aufbau eines Kaminofens, Brennstoffe und deren Eigenschaften, Hinweise zu Auswahl, Kauf und Aufstellung eines Kaminofens sowie Tipps zur Wartung. Zur Anmeldung geht es beim Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.
Effizientes und umweltfreundliches Heizen mit Holzöfen
Ein effizienter und umweltfreundlicher Betrieb der Holzöfen trägt nicht nur zur Reduzierung von Schadstoffemissionen bei, sondern schont auch den Geldbeutel. Durch das richtige Heizen mit "Holzscheitln" kann der Brennstoff optimal genutzt werden, was nicht nur die Umweltbelastung minimiert, sondern auch den Holzverbrauch verringert. Detaillierte Informationen und nützliche Links gibt es hierzu am Seitenende. Des Weiteren informiert die Verbraucherzentrale zur umweltfreundlichen Nutzung der Kaminöfen und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Vebraucherschutz rund um das Thema "Richtig heizen mit Holz".
Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft gilt als erneuerbarer und nahezu klimaneutraler Brennstoff. Dabei wird gerne übersehen, dass Holzheizungen aufgrund der zwangsläufig anfallenden Luftschadstoffemissionen Gesundheit und Klima dennoch erheblich beeinträchtigen, worüber das Umweltbundesamt detailliert informiert.
Es ist von großer Bedeutung, den Abbrand von Holzscheiten so zu steuern, dass möglichst geringe Mengen an Schadstoffen freigesetzt werden. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass jede Unterbrechung der Luftzufuhr während des Verbrennungsvorgangs zu einem Verschwelungsprozess führt. Eine effektive Abbrandregelung erfolgt oft automatisch, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind: Die Holzscheite sollten klein, gut gelagert und dementsprechend trocken sein. Ein optimales Holzfeuer entsteht in der Regel mit geringen Mengen an Holz, vorausgesetzt es gibt ausreichend Platz im Brennraum und die Verbrennungsluft ist gewährleistet. Verschwelendes Feuer resultiert in einem niedrigeren Wirkungsgrad und einer höheren Umweltbelastung pro erzeugter Wärmeeinheit. Die Luftzufuhr sollte erst in der Glutphase, wenn sämtliche Holzscheite im Brennraum vollständig abgebrannt sind, stark reduziert werden.
Um das beste Abbrandverhalten zu erzielen, müssen die Klappen für die Luftzufuhr vor und während des Abbrands richtig justiert werden. Dabei sind verschiedene Parameter wie der Schornsteineigenschaften, Außentemperatur, Einfluss des Windes, Qualität des Scheitholzes, Konstruktion des Ofens oder Herds mit möglicher Steuerung von Primär-, Sekundär- und Tertiärluft zu berücksichtigen. Idealerweise sollten die Holzscheite von oben nach unten abbrennen und entsprechend angezündet werden. Alte Öfen sind allerdings oft so konzipiert, dass dieser besonders umweltfreundliche Abbrand von oben nach unten nicht realisierbar ist. Veraltete Einzelraumfeuerungsanlagen müssen ausgetauscht werden, wenn die Schadstoffemissionen konstruktionsbedingt zu hoch sind und der gesetzlich vorgeschriebene Mindestwirkungsgrad nicht mehr erreicht wird. Der Kaminkehrer weist in einem solchen Fall auf die Austauschpflicht hin, eine Übersicht zu den betroffenen Baujahren bietet auch das Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz an.

