Ausstellung "Sternentage und Sonnennächte" eröffnet

Stimmungsvolle Vernissage im Landratsamt

Foto: Manfred Liedtke

Stellt derzeit seine farbenfrohen und abstrakten Kompositionen im Landratsamt München aus: Künstler Manfred Liedtke.

"Sternentage und Sonnennächte" ist der Titel der Ausstellung von Manfred Liedtke, die ab sofort im Landratsamt zu sehen ist. Bei der Vernissage am Mittwoch konnten die Besucher einen ersten Blick auf die zahlreichen Kunstwerke werfen.

"Wir freuen uns sehr, dass Sie nach über zehn Jahren erneut hier im Landratsamt ausstellen und das Gebäude am Mariahilfplatz mit so viel Farbe füllen", erklärte Birgit Reif, Leiterin des Büro Landrat, die stellvertretend für Landrat Christoph Göbel die Vernissage mit einem Grußwort eröffnete. Bereits 2008 hatte Liedtke im Landratsamt ausgestellt - damals unter dem Motto "Sonne, Mond und Sterne". Musikalisch untermalt wurde der Abend vom Künstler höchstpersönlich. Mit Gitarre, Mundharmonika und Gesang präsentierte er Lieder, die er selbst komponiert hat.

Inspiration aus der Natur

Inspirationsquellen für Liedtke, der in seiner Heimatstadt Design studiert hat, sind Lyrik, Musik und natürlich auch der Blick in den nächtlichen Sternenhimmel, in die Natur und die genaue Beobachtung aller Alltäglichkeiten, die um einen herum passieren. Das Ausstellungsthema passt zur jetzigen Konstellation am Sternenhimmel: Langsam nähert sich das Jahr dem längsten Tag und der kürzesten Nacht am 21. Juni. Auf der Nordhalbkugel der Erde markiert die Sonnenwende im Juni den Sommeranfang nach astronomischer Definition. Dass am Abend der Vernissage am 13. Juni kein Mond zu sehen war, war allerdings ein Zufall. Um Punkt 21:43 Uhr war Neumond.

Blick auf Gegensätze des Lebens

Der Titel der Ausstellung soll die Gegensätzlichkeiten, ja das Paradoxe unseres Lebens, spüren lassen. Dass die Gegensätze hell / dunkel, Licht / Schatten, Tag / Nacht, wahr / unwahr, gut / schlecht, viel / wenig, Macht / Ohnmacht, jung / alt etc. nicht unbedingt Gegensätze sind, sondern erst im Nebeneinander das Andere bzw. das fast Identische aufscheint und erkennbar wird.

Seine Bilder malt Liedtke meistens mit Acryl- und Aquarellfarben und Mischtechnik. Es sind figürliche, abstrakte Formen und Situationen, die wie in einem Traum an uns heran- und vorbeihuschen und in uns teilweise unerklärliche Eindrücke und Assoziationen auslösen. "Sie wollen darstellen, dass alles miteinander verwoben und im tiefsten Kern unerklärbar wie ein Traum ist. Man kann unendlich viele Bilder malen, unendlich viele Gedichte und Texte schreiben, unendlich viel musizieren, immer wird es nur einen Teil der ganzen Wirklichkeit
unseres Lebens in diesem Kosmos erfassen. Wir erfassen ja kaum einen Bruchteil unseres eigenen persönlichen Universums mit all seinem Licht und Dunkel", so der Künstler.

Öffnungszeiten:

Die Ausstellung ist wochentags vom 14. Juni bis 13. Juli 2018 von 8 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 15 Uhr geöffnet. Zu sehen sind die Kunstwerke in den verschiedenen Stockwerken des Gebäudeteils A am Hauptstandort des Landratsamts München, Mariahilfplatz 17, 81541 München. Der Eintritt ist frei.