Bewegung sichtbar machen: artso zeigt neue Ausstellung
Dreizehn Künstlerinnen widmen sich Dynamik, Wandel und inneren Prozessen

Künstlerinnengruppe vor dem Gemeinschaftswerk
Am Dienstagabend, 14. April 2026, wurde im Landratsamt am Mariahilfplatz die Ausstellung „Bewegung“ der Künstlerinnengruppe artso eröffnet. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, die Vernissage zu besuchen und sich mit den Werken auseinanderzusetzen. Eröffnet wurde die Ausstellung von Annette Ganssmüller-Maluche in Stellvertretung von Landrat Christoph Göbel gemeinsam mit Christine Weidlich, Mitglied der Künstlerinnengruppe artso. Noch bis zum 15. Mai 2026 haben Besucherinnen und Besucher nun die Möglichkeit, die Ausstellung zu betrachten. Sie greift ein Thema auf, das sowohl den Alltag als auch gesellschaftliche Entwicklungen prägt.
Bereits zum vierten Mal stellt die Gruppe artso in den Räumen des Landratsamts aus. Die Ausstellung verteilt sich über mehrere Stockwerke des Gebäudeteils A und ist während der regulären Öffnungszeiten zugänglich (wochentags vom 15. April bis 15. Mai 2026 von 8 bis 12 Uhr, donnerstags zusätzlich von 14 bis 17:30 Uhr). Der Eintritt ist frei.
Gewachsene Gemeinschaft
Die Künstlerinnengruppe artso, deren Name für „art süd-ost“ steht, vereint fünfzehn Künstlerinnen aus dem Landkreis München. Viele von ihnen verbindet eine langjährige Zusammenarbeit von mehr als 25 Jahren. Ihre gemeinsame Geschichte begann im Jahr 2000, als das Landratsamt über Zeitungsannoncen Künstlerinnen aus der Region zusammenführte. Aus diesen ersten Begegnungen entwickelte sich eine gewachsene Gemeinschaft. Regelmäßige Treffen, gemeinsamer Austausch und die Planung von Projekten prägen bis heute die Arbeit der Gruppe.
Bewegung als vielschichtiges Thema
Die aktuelle Ausstellung widmet sich dem Thema „Bewegung“ in einem erweiterten Verständnis. Neben körperlicher Bewegung wie Drehung oder Tanz stehen auch innere Prozesse im Mittelpunkt. Gedanken, die sich verändern, persönliche Entwicklungen und gesellschaftlicher Wandel werden künstlerisch aufgegriffen. Die Werke spiegeln unterschiedliche Perspektiven wider: Sie thematisieren Fortschritt, Reifung und Transformation ebenso wie Momente der Orientierung und des Innehaltens. „In einer Welt, die von Dynamik geprägt ist, eröffnet die Kunst Räume für Reflexion. Sie fordert heraus, irritiert oder bringt zum Lächeln und ermöglicht damit einen Zugang zu komplexen Zusammenhängen“, so Christine Weidlich.
Vielfalt der Ausdrucksformen
Die Künstlerinnen übersetzen das Thema in eine breite Palette künstlerischer Techniken. Malerei steht neben anderen Ausdrucksformen, unterschiedliche kulturelle Einflüsse und individuelle Handschriften prägen die Werke. Dabei entstehen sensible Bildwelten ebenso wie kraftvolle Darstellungen von Bewegung und Veränderung. Ein besonderes Element der Ausstellung ist ein großformatiges Gemeinschaftswerk, das von der gesamten Gruppe gestaltet wurde. Es steht exemplarisch für die gemeinsame Arbeitsweise der Künstlerinnen.
Die ausstellenden Künstlerinnen sind Inge Gramelsberger, Bettina Heese, Friederike Hofmann, Hermine Hohenegger, Gisela Jennes, Andrea Keinert, Anni Nitschke, Uta Riess, Antje Schleicher, Birgitt Storch, Banu Theis-Baydur, Christine Weidlich und Ingrid Wilsdorff.
