Kreativ und praxisnah: Demokratiewerkstatt macht Kommunalpolitik lebendig

+++ Externe Pressemitteilung des KJR +++

Jugendliche zu Besuch im Landratsamt. @KJR

Demokratie praktisch erleben – das war das Ziel, der ersten Demokratiewerkstatt des Kreisjugendring München-Land (KJR), die vom 6. bis 11. April in der Jugendbildungsstätte Burg Schwaneck stattfand. Beim vielseitigen Programm gab es Einblicke in die Kommunalpolitik sowie die Möglichkeit, selbst kreative Methoden für die Jugendarbeit zu entwickeln.

Zwölf Jugendliche folgten der Einladung des Arbeitskreises „Stimme der Jugend“, sich in den Osterferien mit einem aktuellen politischen Thema zu beschäftigen. In den fünf Tagen lag der Fokus auf Kommunalpolitik und wie sich junge Menschen aktiv einbringen können. „Zu allen Wahlen überlegen wir uns Projekte, um jungen Menschen Politik näher zu bringen und Demokratie erlebbar zu machen. Dabei werden die Teilnehmenden bereits im Vorfeld in die Planung integriert. Das bedeutet, dass die inhaltliche Ausgestaltung auf den Wünschen der Jugendlichen basiert“, erklärt Daniel Gögelein, ehrenamtlicher Vorsitzender des KJR und Initiator der „Stimme der Jugend“.

Mit der Teilnahme an der Demokratiewerkstatt bekommen die Jugendlichen nicht nur politisches Wissen vermittelt, auch klassische Themen der Jugendarbeit, wie beispielsweise Jugendschutz, (sexualisierte) Gewalt-Prävention oder Umgang mit Konflikten spielen eine Rolle. Denn die Woche diente unteranderem als Schulung für die Jugendleiter*in-Card (Juleica), ein bundesweiter Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeitende in der Jugendarbeit.

Dass das Konzept aufgegangen ist, bestätigt auch die 15-jährige Emilia: „Nach dieser Demokratiewerkstatt fühle ich mich sicher mit Kindern und Jugendlichen zusammenzuarbeiten und habe viel über Demokratie und die vielen Aspekte 
gelernt. Ich empfehle es allen weiter, die Lust auf Neues haben und tolle Leute kennenlernen wollen.“ David (21) resümiert nach der Woche: „Die Teamer haben mir die Möglichkeit gegeben meine Kompetenzen und mein Wissen zu erweitern. Die Demokratiewerkstatt hat mich nicht nur als Jugendleiter, sondern auch als Mensch gefördert.“

So stand unter anderem ein Besuch im Landratsamt an, sowie kreative Workshops im Heiner Janik Haus, der Jugendbegegnungsstätte am Tower in Oberschleißheim, ein Geo-Cache zum Thema „Bundesnachrichtendienst“, eine Führung im NS Dokumentationszentrum München und Inputs von Jugendlichen zur Arbeit der Jugendparlamente im Landkreis München.

Herzstück der Ferienwoche war jedoch die Erarbeitung von eigenen Workshops, die zum Abschluss mit der Gruppe und geladenen Freund*innen durchgeführt wurden. Hier wurde unter anderem eine Methode für mehr Zivilcourage vorgestellt.

Die Demokratiewerkstatt wäre ohne die Förderung und Unterstützung des Bayerischen Jugendring sowie des Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales nicht möglich gewesen.