Starkes Zeichen für Erinnerung und Frieden

Ehrung der Sammlerinnen und Sammler und Scheckübergabe an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.

275 Sammlerinnen und Sammler haben im Jahr 2025 bei der Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. im Landkreis München insgesamt 56.808,46 Euro gesammelt. In München Stadt und Land betrug das Gesamtergebnis 110.501,67 Euro.

Beim traditionellen Empfang im Foyer des Landratsamts dankte Landrat Christoph Göbel den engagierten Ehrenamtlichen für ihren Einsatz. Der Bezirksverband München war unter anderem durch den 2. Vorsitzenden Heinrich Stadelmaier und die Geschäftsführerin Stephanie Ritter vertreten.

„Gerade in einer Zeit, in der wir weltweit neue Konflikte und eine wachsende Unsicherheit erleben, ist die Arbeit des Volksbundes von besonderer Bedeutung“, betonte Landrat Göbel. „Die Sammlerinnen und Sammler setzen ein sichtbares Zeichen für Erinnerung, Versöhnung und Frieden. Sie stehen für die enge Verzahnung von Gesellschaft und Bundeswehr und sorgen dafür, dass dieses wichtige Thema in der Mitte unserer Gesellschaft präsent bleibt.“

Der Landrat hob hervor, dass sich unter den 275 Sammlerinnen und Sammlern knapp 200 aktive Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr befanden. „Dass so viele Soldatinnen und Soldaten in Uniform in unserer Bevölkerung unterwegs sind und sich freiwillig in den Dienst dieser guten Sache stellen, ist alles andere als selbstverständlich“, so Göbel weiter. „Gemeinsam mit den zivilen Sammlerinnen und Sammlern zeigen sie Verantwortungsbewusstsein und gelebte Solidarität.“

Im Rahmen der Veranstaltung überreichten Vertreter aus den Reihen der Sammler symbolisch den Scheck an den Landrat, der ihn unterzeichnete und an Geschäftsführerin Stephanie Ritter weitergab.

Im Anschluss wurden zahlreiche Sammlerinnen und Sammler für ihre langjährige Tätigkeit ausgezeichnet: 24 Personen erhielten Verdienstspangen in Bronze (5 Jahre), Silber (10 Jahre), Gold (20 Jahre) und Weißgold (25 beziehungsweise 40 Jahre Sammeltätigkeit). Eine Person wurde mit der Costermano-Medaille geehrt.

Eine besondere Auszeichnung erhielt Alto Gebhard: Für 50 Jahre überdurchschnittliches Engagement als Einzelsammler wurde ihm das Ehrenkreuz in Gold verliehen.

Eine Sonderehrung galt auch der Sanitätsakademie der Bundeswehr für ihre langjährige und engagierte Unterstützung der Sammelaktionen des Volksbundes. Generalarzt Prof. Dr. Kai Kehe, stellvertretender Kommandeur und Direktor der Sanitätsakademie, nahm die Auszeichnung stellvertretend entgegen.

Die Spendengelder der Haus- und Straßensammlung kommen der Gedenk- und Friedensarbeit des Volksbundes, der Fürsorge für die Kriegstoten sowie insbesondere der Jugend-, Schul- und Bildungsarbeit für ein einiges Europa zugute.

Mit dem Empfang im Landratsamt setzt der Landkreis München ein bewusstes Zeichen der Anerkennung – für langjähriges ehrenamtliches Engagement und für die gemeinsame Verantwortung, Erinnerung wachzuhalten und Frieden aktiv zu gestalten.