Verleihung "Würmtaler Umweltpreis" am 7. Februar 2026 im Kupferhaus Planegg
+++ Externe Pressemitteilung von Stifter und Gründer Peter von Schall-Riaucour +++

Fotonachweis @Andreas Wenzel
Die Verleihung des Würmtaler Umweltpreises war ein voller Erfolg“, sagt Stifter und Gründer, Peter von Schall- Riaucour mit einem Strahlen in den Augen.
„Ich freue mich ganz besonders, dass alle fünf Bürgermeister der Gemeinden vor Ort und Teil der Jury waren. Außerdem hat mich die Vielfalt der 41 Bewerbungen beeindruckt. Mein persönliches Highlight war allerdings die kleine Noemi. Bei ihrem Auftritt hatte ich Tränen in den Augen“, gibt von Schall zu, der aufgrund seiner Größe auch gerne „Der 2 Peter-Peter“ genannt wird.
Die 10-jährige Noemi beeindruckte auch die restlichen 460 Gäste im Kupferhaus Planegg. „Ich will Menschen auf der ganzen Erde dazu bewegen, Bäume zu pflanzen, um die Erderwärmung zu reduzieren“, sagte Noemi voller Überzeugung und hielt stolz den 2. Preis in der Kategorie Kinder und Jugendliche in den Händen. Zusammen mit vier Klassenkameradinnen – Josephine, Magdalena, Lotte und Frieda – hat sie den „Plant for the Planet Club Würmtal“ gegründet, der beispielsweise nachhaltige Schokolade verkauft, mit deren Erlös wieder neue Bäume gepflanzt werden.
Der Umweltpreis wurde bereits zum vierten Mal verliehen, allerdings erstmals als Würmtaler Umweltpreis. Peter von Schall-Riaucour, der seit 20 Jahren im Planegger Gemeinderat sitzt und sich gerade mitten im Wahlkampfstress befindet, hat das Preisgeld diesmal mehr als verdoppelt, auf insgesamt 11.000 Euro. Auf die Frage von Moderatorin Anna Groß, was ihn dazu bewogen habe, den Umweltpreis auf das gesamte Würmtal auszuweiten, sagte von Schall: „Nach 3 Jahren in Planegg, wollte ich im Sinne von Natur und Umwelt noch mehr Menschen ansprechen. Und die zahlreichen Bewerbungen zeigen, es hat geklappt, mein Umweltpreis ist im Würmtal angekommen.“
Der Umweltpreis fand unter der Schirmherrschaft der Kreisgruppe Starnberg und Würmtal-Nord des BUND-Naturschutzes in Bayern e.V. statt. „Ich war erstaunt, was für tolle Projekte es im Würmtal gibt“, sagte Dorit Zimmermann, Vorsitzende der BN-Ortsgruppe Würmtal-Nord.
Als BN-Schirmherrin war sie die Einzige, die die Preisträger im Vorfeld kannte, da sie die Juryergebnisse sammelte und auswertete. Alle anderen – auch Stifter Peter von Schall-Riaucour – ließen sich überraschen. „Ich wollte es ein bisschen wie bei der Oscar- Verleihung in Hollywood machen, um die Spannung für alle zu erhöhen“, so von Schall.
Beim diesjährigen Würmtaler Umweltpreis wurde eine 15-köpfige Jury eingesetzt, die je zehn Punkte pro Kategorie auf die eingegangenen Bewerbungen vergeben konnten. Zu den Juroren zählten unter anderem die Bürgermeister der Gemeinden Planegg (Hermann Nafziger), Krailling (Rudolph Haux), Gräfelfing (Peter Köstler), Gauting (Dr. Brigitte Kössinger) und Neuried (Harald Zipfel) sowie deren Umweltbeauftragte.
Erstmals gehörtern der Jury auch zwei prominente Schauspieler an: der Umweltaktivist Hannes Jaenicke und der Nachhaltigkeitsförderer Götz Otto.
Insgesamt wurden während der rund zweistündigen Veranstaltung fünf Erwachsenen- sowie fünf Kinder- und Jugendpreise vergeben. Doch leer ging niemand aus: Alle übrigen der insgesamt 41 Bewerber erhielten sogenannte Anerkennungspreise. Der Bund-Naturschutz sponserte je eine Baumwolltasche aus ökologischem Anbau mit regionalem Honig für die Erwachsenen. Den Kindern überreichte von Schall eine kleine finanzielle Anerkennung im Umschlag.
Die Hauptpreise gingen bei den Erwachsenen an Christiane Lüst für ihr Lebenswerk. Die Gautingerin setzt sich für unzählige, nachhaltige Projekte ein. Hauptamtlich arbeitet Christiane Lüst seit 19 Jahren im Umweltzentrum „Öko & Fair“ in Gauting. Das Preisgeld in Höhe von 3000 Euro möchte Lüst für den Kampf gegen die Gentechnik verwenden.
Mit 1.500 Euro war der erste Preis in der Kategorie Kinder und Jugendliche dotiert.
Hier machten Julian, Elias und Mathis das Rennen. Sie bekamen den 1. Platz für ihr Regenwasserkraftwerk, kurz REWAK.
„Wir sind gerade ziemlich geflasht, dass wir so weit gekommen sind“, sagte Julian Stumpf.
Die drei jugendlichen Erfinder aus Planegg entwickelten einen Prototyp, mit dem Handys an rund 250 Tagen im Jahr mithilfe von Regenwasser geladen werden können.
Der zweite Platz bei den Erwachsenen ging an den Arbeitskreis Igelhilfe. Den dritten Platz in der Kategorie Kinder und Jugendliche erhielt das Caritas Kinderhaus Krailling für sein Projekt „Herz an – Strom aus“. Bei den Erwachsenen wurde der Fledermausnotruf Gauting mit dem dritten Preis ausgezeichnet.
Der vierte Platz wurde an die MachBar-Wertstoffbörse Gräfelfing verliehen. In der Kategorie Kinder und Jugendliche wurden gleich zwei vierte Plätze vergeben: an den Sunrise Kindergarten Gräfelfing für seinen Klimaschutzsong sowie an die „Move it! Dance Company“ Gräfelfing-Planegg e.V., die mit ihrer ECO Move it Card Kinder und Jugendliche dazu motiviert, zu Fuß oder mit dem Rad zum Training zu kommen.
Den 5. Preis in der Kategorie Erwachsene holte sich das Repair-Café Gräfelfing für ihren Einsatz gegen die Wegwerfgesellschaft.
Die Gewinner haben bereits viele Ideen, wofür sie das Preisgeld einsetzen wollen. Der Fledermausnotruf aus Gauting möchte beispielsweise die Ausstattung der Auffangstation verbessern. Zudem hofft die Gruppe, mit Unterstützung des Würmtaler Umweltpreises zusätzliche Helferinnen und Helfer zu gewinnen und vor allem Kinder und Jugendliche für den Fledermausschutz zu begeistern.
Die Neuriederin Bianca Elsner vom Arbeitskreis Igelhilfe möchte mit den 2000 Euro Preisgeld einen Igellehrpfad kreieren, der dazu beitragen soll, das Wissen über die Igel im Allgemeinen und den Umgang mit den stacheligen Tieren zu verbessern.
Auch die 5 Bürgermeister der Gemeinden traten gesammelt auf die Bühne und drückten ihre Begeisterung für die kreativen Projekte aus und erklärten, wie schwer es ihnen fiel, sich zwischen 41 Bewerbungen entscheiden zu müssen. Bürgermeister Rudolph Haux aus Krailling sagte, „dass er der Einladung des Stifters von Schall-Riaucour, sofort gefolgt sei, ohne lange nachdenken zu müssen.“
„Starjuror“ Hannes Jaenicke zeigte sich ebenfalls beeindruckt von dem großen Engagement der Würmtaler für den Umweltschutz. Der Autor und Schauspieler übergab den ersten Preisträgern ihre Urkunden und gratulierte ihnen persönlich.
Er betonte, dass das Thema Klimaschutz in der Politik einen viel zu geringen Stellenwert habe und es ihm deshalb ein besonderes Anliegen sei, Projekte wie den „Würmtaler Umweltpreis“ zu unterstützen.
Auch Christian Hirneis, Vorsitzender der Kreisgruppe München des Bund Naturschutz, sagte, „im gesellschaftlichen und politischen Diskurs spielt Umwelt- und Naturschutz gerade eine untergeordnete Rolle.“ Anders sei es bei den Menschen, das zeige schon der volle Saal. „Natur- und Umweltschutz ist in erster Rolle auch Menschenschutz“, fügte Hirneis hinzu.
Für den Umweltpreis konnten sich Gruppen, Schulen, Vereine, Kindergärten und Privatleute bewerben. Mit 41 Bewerbungen war die Resonanz deutlich größer als noch vor zwei Jahren beim Planegger Umweltpreis.
Als Hauptsponsor fungierte die urologische Klinik Planegg, vertreten durch den Klinikdirektor Dr. Ralph Oberneder.
Am Ende der Veranstaltung wollte Moderatorin Anna Groß wissen, ob es eine Fortsetzung des Würmtaler Umweltpreis geben wird.
Das konnte Stifter und Gründer Peter von Schall- Riaucour mit einem klaren Ja beantworten.
In zwei Jahren, also 2027, soll er erneut verliehen werden – unter dem Motto: „Viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.

