Zweite automatisierte Drohne startet in Taufkirchen

Schneller Blick aus der Luft für den südlichen Landkreis

Die Drohne in Aktion (Foto: Daniel Hoppe Skyflow)

Wenn Einsatzkräfte alarmiert werden, zählt oft jede Minute. Ein früher Blick aus der Luft kann dabei helfen, eine Lage schneller einzuschätzen, Einsatzorte präziser zu bestimmen und die anrückenden Kräfte gezielter zu unterstützen. Nach dem Start des Probebetriebs von drei automatisierten Drohnen – zwei in der Landeshauptstadt München und eine in Heimstetten – wird das Projekt nun im Landkreis erweitert: Ab Mitte Mai 2026 soll eine zweite sogenannte Vorausdrohne auf dem Rathausdach in Taufkirchen stationiert werden.

Die Drohne wird durch die Feuerwehreinsatzzentrale des Landratsamts eingesetzt und ergänzt die bereits laufende Testphase in Heimstetten. Ziel ist es, zusätzliche Erfahrungen im praktischen Einsatz zu sammeln und zu prüfen, wie automatisierte Drohnensysteme die Feuerwehren bei der Lageerkundung weiter unterstützen können.

Luftbilder für eine schnellere Lageeinschätzung

Die neue Drohne in Taufkirchen wird – ebenso wie die Drohne in Heimstetten – bei vordefinierten Einsatzszenarien automatisch und bzw. oder nach Einzelfallentscheidung händisch entsendet. Dazu können etwa unklare Einsatzorte, größere Brandereignisse, Verkehrsunfälle oder Lagen in schwer einsehbarem Gelände gehören.

Rund um den Standort Taufkirchen kann sie in einem Radius von etwa acht Kilometern hochauflösende Bilder aus der Luft liefern und damit bereits vor oder während des Eintreffens der ersten Kräfte wichtige Hinweise zur Lage geben. 

Die Drohnen ersetzten keine Einsatzkräfte vor Ort. Sie dienen vielmehr als zusätzliches Werkzeug für die Lageerkundung. Die übermittelten Bilder können der Feuerwehreinsatzzentrale helfen, schneller zu entscheiden, welche Kräfte benötigt werden, welche Zufahrten sinnvoll sind oder ob besondere Gefahren bestehen. Gerade bei unübersichtlichen Lagen kann dieser Informationsvorsprung für die Einsatzkräfte und für betroffene Bürgerinnen und Bürger von großer Bedeutung sein.

Probebetrieb liefert Grundlage für weitere Entscheidungen

Der Einsatz der zweiten Vorausdrohne in Taufkirchen ist Teil eines weiteren viermonatigen Probebetriebs. Nach dessen Abschluss werden die Erfahrungen ausgewertet. Dabei geht es unter anderem um die Frage, in welchen Einsatzlagen die Drohnen den größten Mehrwert bieten, wie sie in bestehende Abläufe eingebunden werden können und welche Voraussetzungen für einen möglichen dauerhaften Einsatz erfüllt sein müssen.

Informationen zu technischen Details und Datenschutzbestimmungen sind der ersten Mitteilung unter www.landkreis-muenchen.de/artikel/automatisierte-drohnen-fuer-die-gefahrenabwehr/ zu entnehmen.