30 Jahre Gleichstellungsarbeit im Landkreis

Jubiläumsprogramm im Juni 2026 lädt zur Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ein

Drei Jahrzehnte nach ihrer Gründung blickt die Gleichstellungsstelle des Landratsamts im Juni 2026 auf erreichte Meilensteine zurück und richtet zugleich den Blick weiter nach vorn. Das Jubiläumsprogramm verbindet Rückschau, gesellschaftliche Einordnung und konkrete Impulse für den Alltag. Mit einer Ausstellung, Diskussionsformaten, Seminaren und einer Filmvorführung setzt die Reihe bei aktuellen Fragen an: Wie entwickeln sich Rollenbilder weiter, welche Herausforderungen bestehen fort und welche Handlungsmöglichkeiten ergeben sich daraus? Die Veranstaltungen sind offen für alle Interessierten. 

„Frauen im geteilten Deutschland“, 11. Juni

Den Beginn bildet am Donnerstag, 11. Juni 2026, um 16:30 Uhr die öffentliche Auftaktveranstaltung „Frauen im geteilten Deutschland“ im Gebäudeteil A, 4.OG, des Landratsamts am Mariahilfplatz (Mariahilfplatz 17, 81541 München). Die Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur richtet den Blick auf die Lebensrealitäten von Frauen in Ost- und Westdeutschland in den 1970er- und 1980er-Jahren.Auf großformatigen Plakaten zeigt die Ausstellung unterschiedliche Rollenbilder und gesellschaftliche Erwartungen. Sie greift zugleich die Frage auf, wie sich Zuschreibungen bis heute fortsetzen und welche Auswirkungen sie auf das Bild von Frauen im vereinten Deutschland haben. Die Ausstellung ist bis zum 30. Juni 2026 im Landratsamt zu sehen, der Eintritt ist frei und der Zugang barrierefrei.

Freitagsmatinee: Rückblick und Ausblick, 12. Juni

Am Freitag, 12. Juni, um 10 Uhr folgt eine Freitagsmatinee im Festsaal (D 2.13) am Mariahilfplatz (Mariahilfplatz 17, 81541 München) des Landratsamts. Das Format knüpft an eine langjährige Reihe an, die die Gleichstellungsarbeit über viele Jahre begleitet hat. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung der Gleichstellung im Landkreis München sowie die Frage nach aktuellen Herausforderungen. Die Veranstaltung bietet Raum für eine Einordnung gesellschaftlicher Entwicklungen und für Diskussionen über Chancen und Grenzen künftiger Maßnahmen. Referentin Ingegred Schäuble greift dabei zentrale Themen auf und verbindet diese mit Erfahrungen aus der Praxis.

Seminar „Mental Load“, 16. Juni

Mit dem Seminar „Mental Load“ am Dienstag, 16. Juni, richtet sich das Programm an Menschen, die berufliche und private Anforderungen besser miteinander vereinbaren wollen. Der Begriff beschreibt die oft unsichtbare Organisationsarbeit im Alltag. Das Seminar thematisiert Strategien, um Belastungen zu erkennen und zu reduzieren sowie die eigene Rolle klarer zu definieren. Das Seminar findet in der Frankenthaler Str. 5-9, 81539 München, im Raum 3.47 zwischen 10 Uhr und 15 Uhr statt. 

Lesung „Jungs von heute – Männer von morgen“, 18. Juni

Einen weiteren Schwerpunkt setzt die Lesung mit Autorin Anne Dittmann am Donnerstag, 18. Juni, um 15 Uhr in 85551 Kirchheim bei München (Ort. Kath. Pfarramt St. Andreas, Pfarrer-Caspar-Mayr-Platz 2). Sie beschäftigt sich in ihrem Buch „Jungs von heute – Männer von morgen“ mit der Frage, wie Jungen heute aufwachsen und welche Vorstellungen von Männlichkeit sie prägen. Die Autorin verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit Erfahrungen aus dem Familienalltag und richtet sich mit ihrer Lesung insbesondere an Eltern und pädagogische Fachkräfte.

Seminar „Führen von Teilzeitkräften“, 23. Juni

Die Veränderungen der Arbeitswelt stehen im Mittelpunkt des Seminars „Führen von Teilzeitkräften“ am Dienstag, 23. Juni, zwischen 10 Uhr und 13 Uhr, in Riem MCR (Joseph-Wild-Straße 20, 81829 München) im Raum A 1.017 / Valentin. Angesichts steigender Teilzeitquoten geht es um die Organisation von Zusammenarbeit in unterschiedlichen Arbeitsmodellen. Beispiele zeigen, wie Führungskräfte Abläufe gestalten und Erreichbarkeiten sichern können.

Seminar „Körpersprache im Machtgefüge“, 25. Juni

Am Donnerstag, 25. Juni, folgt das Seminar „Zwischen Zurückhaltung und Dominanz: Körpersprache im Machtgefüge“. Es beleuchtet, wie nonverbale Signale in Hierarchien wirken und welche Rolle sie bei der Wahrnehmung von Autorität spielen. Die Teilnehmenden setzen sich mit Kommunikationsmustern auseinander und entwickeln Strategien für ein bewusstes Auftreten. Das Seminar findet zwischen 10 Uhr und 15 Uhr in Riem MCR (Joseph-Wild-Straße 20, 81829 München) im Raum A 1.011 / Günzl statt. 

Dokumentarfilm „Die Unbeugsamen“, 30. Juni

Den Abschluss des Jubiläumsprogramms bildet am Dienstag, 30. Juni, um 10 Uhr die Vorführung des Dokumentarfilms „Die Unbeugsamen“ am Mariahilfplatz (Mariahilfplatz 17, 81541 München) im Festsaal, Raum D 2.13. Der Film porträtiert Politikerinnen der Bonner Republik und zeigt ihren Einsatz für politische Teilhabe. Historische Aufnahmen und Interviews zeichnen ein Bild der Auseinandersetzungen um Gleichberechtigung in der Nachkriegszeit.

Im Anschluss an die Vorführung ist eine Diskussion geplant, die die historischen Entwicklungen mit aktuellen Fragestellungen verknüpft. 

Anmeldung zu den Veranstaltungen

Gleichstellung ist und bleibt ein fortlaufender Prozess. Die Veranstaltungen anlässlich des 30jährigen Jubiläums der Gleichstellungsstelle greifen gesellschaftliche Themen auf und laden dazu ein, sich zu informieren, mitzudiskutieren und eigene Perspektiven einzubringen. 

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, eine Anmeldung (bis auf die Ausstellungseröffnung) jedoch erforderlich unter: gleichstellungsstelle [at] lra-m.bayern.de###EMAIL###class="link__mail" oder telefonisch unter 089/6221-2495.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es unter www.veranstaltungen.landkreis-muenchen.de/region/, dem Veranstaltungskalender des Landkreises München.