Badeverbot am Deininger Weiher wegen Blaualgen

Am Deininger Weiher gilt ab sofort ein allgemeines Badeverbot. In Wasserproben, die das Gesundheitsamt München Land am 3. August 2026 genommen hat, wurde ein stark erhöhtes Vorkommen von Cyanobakterien, umgangssprachlich Blaualgen, nachgewiesen. Da gesundheitliche Beeinträchtigungen für Badende derzeit nicht ausgeschlossen werden können, gilt das Verbot bis auf Weiteres.

Auch Hunde und andere Tiere dürfen nicht im Weiher baden oder daraus trinken. Cyanobakterien können Giftstoffe bilden, die insbesondere bei der Aufnahme belasteten Wassers gesundheitliche Beschwerden verursachen können. Das Gesundheitsamt hat ergänzende Analysen zur Bestimmung der Toxinkonzentration veranlasst, die Ergebnisse stehen noch aus.

Schilder weisen auf Badeverbot hin

Um sicherzustellen, dass potenzielle Badegäste die Information über das Badeverbot erreicht, werden am Deininger Weiher gut sichtbar Schilder angebracht. Das Gesundheitsamt des Landkreises München bittet alle Badegäste, sich an das Verbot zu halten.

Das Gesundheitsamt wird engmaschige Nachkontrollen durchführen. Sobald die Untersuchungsergebnisse und die weiteren Kontrollen eine sichere Nutzung des Badegewässers wieder zulassen, hebt das Gesundheitsamt das Badeverbot auf und informiert die Öffentlichkeit.

Hinweise zu Blaualgen auch im Hachinger Bach

Im Landratsamt München sowie in einigen Landkreisgemeinden gingen auch Hinweise zu einem möglichen vermehrten Vorkommen von Blaualgen im Hachinger Bach ein. Das Landratsamt geht diesen Hinweisen nach. An mehreren Stellen am Hachinger Bach werden bzw. wurden heute und morgen Sichtkontrollen und vereinzelte Wasserbeprobungen durchgeführt. Selbst wenn die Ergebnisse der Beprobungen jedoch keinen Nachweis von Cyanobakterien erbringen sollten, weist das Gesundheitsamt im Landratsamt München vorsorglich darauf hin, dass die Bedingungen für eine Massenvermehrung von Blaualgen derzeit sehr günstig sind (hohe Temperaturen, niedriger Wasserstand, verlangsamte Fließgeschwindigkeit). Daher empfiehlt das Gesundheitsamt, den direkten Kontakt mit dem Bachwasser oder Uferschlamm sowie das Verschlucken des Wassers zu vermeiden und insbesondere auch auf Kinder zu achten. Hunde und andere Tiere sollten vom Wasser ferngehalten werden und nicht aus dem Bach trinken oder darin baden.

Gesundheitsamt beprobt Badegewässer regelmäßig

Zum Schutz der Gesundheit vor möglichen Beeinträchtigungen beim Baden, überwacht das Gesundheitsamt folgende Seen in den Sommermonaten regelmäßig: Feringasee, Garchinger See, Heimstettener See, Unterschleißheimer See, Deininger Weiher, Unterföhringer See und Taxetweiher.

Informationen zur Badegewässerqualität sowie den mikrobiologischen Untersuchungsergebnissen werden auf der Website des Landkreises München zur Verfügung gestellt unter www.landkreis-muenchen.de/themen/freizeit-kultur-sport/badeseen-und-badegewaesser

Weitere Informationen gibt es auch unter www.landkreis-muenchen.de/themen/freizeit-kultur-sport/badeseen-und-badegewaesser/badegewaesserqualitaet

Wetterbedingungen fördern Bakterienwachstum

Die derzeitigen Wetterbedingungen mit anhaltender Trockenheit und hohen Temperaturen sind für eine Massenvermehrungen von Cyanobakterien äußerst günstig. Es ist daher eine allgemeine Aufmerksamkeit und Umsichtigkeit beim Baden in natürlichen Gewässern geboten: 

  • Vorsicht bei Trübung: Verzichten Sie auf das Baden, wenn das Wasser so trüb ist, dass Sie Ihre Füße knietief nicht mehr sehen können oder wenn Sie auffällige grünliche bzw. rötliche Teppiche auf der Wasseroberfläche entdecken.
  • Verschlucken vermeiden: Achten Sie darauf, kein belastetes Seewasser zu schlucken. Das gilt insbesondere für Kinder.
  • Duschen nach dem Baden: Duschen Sie nach dem Baden gründlich und reinigen Sie Badekleidung.
  • Hinweise beachten: Befolgen Sie immer die örtlichen Warnhinweise und Badeverbote.
  • Falls Beschwerden nach dem Baden auftreten sollten, suchen Sie bitte einen Arzt auf. Mögliche Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall sowie Reizungen der Haut, Atemwege, Augen und Ohren.

Allgemeine Hinweise zu Cyanobakterien gibt es auch auf der Website des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter www.lgl.bayern.de/gesundheit/hygiene/wasserhygiene/badeseen/cyanobakterien_blaualgen.htm