Dreiergipfel im Landkreis Esslingen

Landkreise München, Leipzig und Esslingen tauschen sich über Demografie und Bevölkerungsschutz aus

Mitte Juni kamen die Landräte, Kreistagsmitglieder sowie Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltungen der Landkreise München, Leipzig und Esslingen zum Dreiergipfel im Landkreis Esslingen zusammen. Ziel des Treffens war der fachliche Austausch über zentrale Zukunftsfragen. Im Mittelpunkt standen der demografische Wandel, der Zivilschutz sowie Fragen zur Energieversorgung. Neben dem gemeinsamen Austausch im Landratsamt Esslingen gehörten auch Praxisbesuche zum Programm.

Die drei Landkreise, die seit vielen Jahren eine enge Partnerschaft pflegen, verbindet eines ganz besonders: die Stadt-Umland-Thematik, denn alle liegen in unmittelbarer Nachbarschaft einer großen Stadt. Viele Themen ähneln sich daher sehr, was den Erfahrungsaustausch besonders wertvoll macht. Als erster Programmpunkt standen die Auswirkungen des demographischen Wandels und die Ansätze der Landkreise, diesen Herausforderungen zu begegnen auf dem Programm. Weiteres zentrales Thema war der Zivilschutz – in ganz Deutschland spätestens seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine wieder ein vorherrschendes Thema bis hinein in die Kommunalverwaltungen.

Einblicke in Verwaltung, Energie und Kreislaufwirtschaft

Im Anschluss erhielten die Anwesenden Einblicke in den neuen Verwaltungsbau des Landratsamts Esslingen. Dabei stand nicht nur das technisch auf dem neuesten Stand ausgestattete Gebäude im Mittelpunkt, sondern auch seine Baugeschichte. Im Heizkraftwerk Altbach/Deizisau der EnBW (Energie Baden-Württemberg AG) informierten sich die Delegationen über die geplante Umstellung von Kohle auf Gas. Weitere Stationen waren das Kompostwerk Kirchheim, das eben erst grundlegend modernisiert wurde und das Freilichtmuseum Beuren, dessen Museumsträger der Landkreis Esslingen ist.

Beim Abschlussabend sprach Landrat Christoph Göbel den Teilnehmenden aus dem Herzen und dankte dem Gastgeber und allen Beteiligten sehr: „Es war ein großartiger, intensiver Austausch in sehr freundschaftlicher Begegnung. In allen Landkreisen können wir alle davon einmal mehr sehr profitieren.“

Die alle zwei Jahre stattfindenden Treffen schaffen damit nicht nur Raum für Best-Practice-Beispiele und konkrete Lösungsansätze, sondern stärken auch den fachlichen Austausch über die regelmäßigen Zusammenkünfte hinaus – zum Nutzen aller beteiligten Landkreise.