Drittes Leben für Löschfahrzeug

Ehemaliges Ausbildungsfahrzeug des Landkreises soll künftig in der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar zum Einsatz kommen

Nach 26 Einsatzjahren im Dienst der Feuerwehr Arget und drei weiteren als Ausbildungsfahrzeug des Landkreises München bekommt ein Löschfahrzeug aus dem Jahr 1997 eine neue Aufgabe: Mithilfe einer Bundesförderung über Engagement Global soll es künftig Einsatzkräfte in der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar dabei unterstützen, Brände zu bekämpfen und Menschenleben zu retten. 

Eine Delegation aus Ulaanbaatar unter der Leitung des Bezirksbürgermeisters Ulzii-Orshikh Sumyabaatar unterzeichnete am vergangenen Sonntag im Feuerwehrgerätehaus in Hohenbrunn die Schenkungsurkunde. Dort konnten die Gäste das Fahrzeug auch gleich besichtigen. Ein mitgereister Ingenieur hatte zuvor eine ausführliche Einweisung in die Bedienung des Fahrzeugs und seiner Ausstattung erhalten. 

In Ulaanbaatar leben rund 1,5 Millionen Menschen und damit knapp die Hälfte der Bevölkerung der Mongolei. Neben dicht bebauten Stadtvierteln gibt es auch zahlreiche ländlich geprägte Siedlungsgebiete. Für diese unterschiedlichen Einsatzbedingungen eignet sich das vergleichsweise kleine Feuerwehrfahrzeug gut. Es ist wendig und geländegängig. 

„Ich freue mich sehr, dass unser außer Dienst gestelltes Ausbildungsfahrzeug ein drittes Leben erhält und künftig dazu beitragen kann, in der Mongolei Menschenleben zu retten. Möglich machen das die Förderung des Bundes und der Einsatz unserer Kreisbrandinspektion“, so Landrat Christoph Göbel, der die Situation in Ulaanbaatar aus eigener Anschauung kennt. 

Durch die Förderung von Engagement Global konnte das Fahrzeug sowohl generalüberholt als auch mit der nötigen Ausstattung versehen werden.