FORSCHA 2015: MINT-Förderung aus erster Hand – Lernen spielerisch erleben

Landkreis München präsentierte sich mit zehn Kooperationspartnern auf der Mitmachmesse zur MINT-Förderung, der 6. FORSCHA

Foto: Kinder mit Roboter

Der Roboter NAO winkt seinen kleinen Besuchern

Foto: Kinder auf der Forscha

Jede Experimentierstation war zu jeder Zeit sehr gut besucht

FORSCHA ist eine Mitmachmesse vor allem für junge Menschen und fördert besonders den MINT-Bereich (MINT=Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Sie begeistert jährlich im Herbst in München ihre jungen und junggebliebenen Besucher und fand diesmal vom 6. bis 8. November im MOC statt. Innovative Firmen, Bildungsinstitutionen und Organisationen nahmen Kinder und Jugendliche, Eltern, Pädagogen und alle neugierigen Wissen-Woller mit auf eine Entdeckungsreise in ihre Welt. Seit ihrer Premiere 2010 wird die FORSCHA beschirmt vom Bayerischen Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle.


Spielerisch MINT-Themen kennenlernen

Lernen ist ein lebensbegleitender Prozess. Eine frühzeitige Förderung im Schulbereich schafft die Grundlagen für eine mögliche spätere Orientierung hin zu naturwissenschaftlichen, ingenieurwissenschaftlichen und technischen Berufen. Gerade hier tritt der Fachkräftemangel eklatant auf. Von daher fördert der Landkreis München MINT-Aktivitäten, um Kinder und Jugendliche mit den entsprechenden Fragestellungen vertraut zu machen und für MINT-Themen zu sensibilisieren und zu begeistern. Der Landkreis München war deshalb bei der FORSCHA vertreten und arbeitete in diesem Zuge mit zehn institutionellen Kooperationspartnern aus wissenschaftlichen Einrichtungen und dem Ehrenamt zusammen. Der Stand des Landkreises München ("Erlebniswelt" mit 120 qm) beherbergte acht Experimentierstationen, Versuchsanordnungen und Schülerlabore mit Bezug zur MINT-Förderung und zielgruppenbezogenen wissenschaftlichen Themen sowie eine Infocounterecke. Offizielle Partner waren der EMM e.V. sowie der MINT Campus Dachau. Jede Experimentierstation wurde von Wissenschaftlern, Pädagogen und Schülerinnen und Schülern individuell betreut. Der Landkreis München bündelte im Vorfeld die Angebote, organisierte, koordinierte und finanzierte das Vorhaben größtenteils, ermöglichte den Austausch zwischen den Vertretern der Experimentierstationen und unterstützte damit die MINT-Förderung zur Herausbildung und Prägung naturwissenschaftlicher Fähigkeiten und Kompetenzen.


3 Messen lockten knapp 60.000 Besucher in die Hallen

Neben der FORSCHA gab es auf der „spielwiesn“ die Möglichkeit, Gesellschafts- und Brettspiele aus Vergangenheit und Gegenwart auszuprobieren sowie in „Die Modellbahn“ Modelleisenbahnwelten zu bestaunen. Eröffnet wurden die FORSCHA und ihre „Schwestern“ vom Bayerischen Staatsminister des Innern, Joachim Herrmann, dessen erste Station auf seinem Rundgang die Erlebniswelt des Landkreises München war. Dabei konnte er sich von den MINT-Angeboten folgender Experimentierstationen überzeugen:

- FabLab München e.V.: Hier modellierten Besucher dreidimensionale (3D) Gegenstände am Laptop und druckten sie aus. Auch wurden Rundumprofile von Kopf und Oberkörper gescannt, die ausgedruckt werden können.

- Gymnasium Grünwald: Kinder und Jugendliche programmierten den Roboter NAO am Laptop. Dieser tanzte, winkte, sprach Sätze und begrüßte Besucher mit Namen.

- pepp@mint ermöglichte die Kreierung künstlicher Intelligenzen. Durch Programmierung ließ man beispielsweise Fahrzeuge rumsausen.

- Der MINT Campus Dachau e.V. ermöglichte den Bau von Fahrzeugen oder Tieren mit LEGO-Steinen. Durch Programmierung konnten diese zum Leben erweckt werden. In der Holzwerkstatt konnte man sägen und drechseln. Die selbst gefertigten Teile konnte man mitnehmen.

- Bei LPE Technische Medien GmbH lernten Kinder ab 5 Jahren reale Arbeitstechniken wie Absägen, Abrunden, Innen- und Außengewindeschneiden, thermoplastisches Verformen u. v. m. kennen und arbeiteten auch mit professionellen Werkzeugen. Die selbst erstellten Schlüsselanhänger konnten die Besucher mitnehmen.

- Das Museum Reich der Kristalle ermöglichte tiefe Einblicke in Mineralien und Gesteine mittels Mikroskopen. Auch konnte man echtes Lavagestein und seltene Erdschätze in die Hand nehmen und bestaunen.

- Im Photon Lab konnte man seine eigene Haardicke messen und – notiert auf einer eigens kreierten Postkarte – mitnehmen.

- Am Stand von Frühes Forschen Monika Kuhn und Eva Schibschid GbR konnte man kleine Alltags-Experimente zu verschiedenen Themengebieten, z.B. Schwerkraft und Gleichgewicht, Statische Elektrizität oder Luftdruck unter Anleitung selbst durchführen und bestaunen.

Viele Geschenke und ein Zertifikat für die Besucher

Die Vertreter des Standinhabers (Landkreis München, MINT Campus Dachau e.V., EMM e.V.) zeigten sich hocherfreut über das immense Interesse und die vielen Begegnungen. Wer den Stand und seine Experimentierstationen erfolgreich absolvierte und auf einem eigens kreierten Fragebogen acht einfache Fragen beantwortete, konnte sich über ein kleines Geschenk freuen und ein Zertifikat in Empfang nehmen. Die Verantwortlichen der Experimentierstationen freuten sich über den regen Zuspruch und die vielen kleinen und großen Besucher. Nicht selten waren die Eltern engagierter beim Zusammenbauen, Basteln und Ausprobieren als ihre Sprösslinge. Insgesamt darf die Premiere für den Organisator Landkreis München als großer Erfolg gewertet werden und darauf aufbauend wird daran gearbeitet, auch 2016 mit einem ähnlichen Konzept und vielen Mitstreitern wieder vertreten zu sein.