Impulsvortrag zum Thema Glücksspielsucht
Online-Veranstaltung am Mittwoch, 30. September 2026, 16:30 bis 17:00 Uhr
Anlässlich des bundesweiten Aktionstags gegen Glücksspielsucht möchten das Gesundheitsamt des Landratsamts München in Zusammenarbeit mit der Psychosozialen Suchtberatungsstelle des Blaukreuz-Zentrums München – Landkreis auf die Risiken von Glücksspiel aufmerksam machen und über Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige informieren. Hierzu gibt es für Interessierte einen Online-Impulsvortrag am Mittwoch, 30. September 2026, von 16:30 bis 17:00 Uhr.
Im Rahmen der Online-Veranstaltung erfahren die Teilnehmenden von der Regionalen Leitung der Suchtberatungsstelle des Blauen Kreuzes, der Suchttherapeutin Sandra Wendl, wann Glücksspiel zur Sucht werden kann, welche Formen der Glücksspielsucht es gibt, welche Auswirkungen damit verbunden sind und welche konkreten Anlaufstellen und Unterstützungsangebote Betroffenen und Angehörigen zur Verfügung stehen.
Die Teilnahme ist kostenlos, anonym und ohne vorherige Anmeldung möglich unter: https://freifunk.blaues-kreuz.de/20260930AktionstagGSS
Am besten verwenden Teilnehmende als Browser Chrome oder Edge. Bei Teilnahme mit dem Handy muss beim Klick auf den Link eine kostenlose App installiert werden.
Wenn Glücksspiel zum Problem wird
Aktuelle Zahlen des Glücksspielsurveys zeigen die Bedeutung des Themas: 5,5 Prozent der befragten 18- bis 70-Jährigen erfüllen ein bis drei Kriterien des DSM-5 (international verbreitetes Klassifikationssystem mit Kriterien zur Diagnose einer Glücksspielstörung), sodass ein riskantes Spielverhalten nicht auszuschließen ist. Bei 2,2 Prozent liegt eine glücksspielbezogene Störung vor.
Das klassische Zahlenlotto „6 aus 49“ ist weiterhin die am häufigsten genannte Glücksspielform. Gleichzeitig haben andere Angebote an Bedeutung gewonnen: Beim Eurojackpot stieg der Anteil von 10,7 Prozent im Jahr 2021 auf 13,8 Prozent im Jahr 2025, bei Rubbellosen von 7,1 auf 8,4 Prozent.
Bei Menschen, die die Diagnose „Pathologisches Glücksspiel“ haben, und sich beim Blaukreuz-Zentrum München therapeutische Unterstützung suchen, geht es überwiegend um Spielen im Onlinecasino, Sportwetten und mittlerweile immer mehr um Börsenspekulationen.
Aus Glücksspiel können sich im Laufe der Zeit problematisches Spielverhalten und eine Sucht entwickeln. Mögliche Folgen reichen von finanziellen und psychischen Problemen bis hin zu erheblichen sozialen Belastungen. Besonders das engste Umfeld ist hier stark mitbetroffen, da es um existenzielle Sorgen durch die meist einhergehende Überschuldung geht, die Auswirkungen auf die ganze Familie hat. Hilfe und Unterstützung bei einer Glücksspielsucht finden sowohl Betroffene als auch Angehörige in der Fachstelle Glücksspielsucht des Blaukreuz-Zentrums München: www.blaues-kreuz.de/bkz-muenchen
Die Suchtprävention im Landkreis München setzt sich dafür ein, suchtfreie Lebensweisen zu fördern und entsprechende Strukturen für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis zu stärken. Weitere Informationen zur Suchtprävention gibt es unter www.landkreis-muenchen.de/buergerservice/dienstleistung/suchtpraevention.

