Kühlen Kopf bewahren

Vortrag im Landkreis informiert über Hitzeschutz und Gesundheit in der Klimakrise

Steigende Temperaturen, längere Hitzeperioden und die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels stellen Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und das Gesundheitswesen vor neue Aufgaben. Das Landratsamt lädt deshalb gemeinsam mit der AOK Bayern zu einem Online-Vortrag ein. Unter dem Titel „Kühlen Kopf bewahren – Hitzeschutz im Angesicht der Klimakrise und ihren Auswirkungen auf unsere Gesundheit“ spricht Hannah Otto von der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) am Donnerstag, 11. Juni 2026, um 19.00 Uhr über gesundheitliche Risiken der Klimakrise, konkrete Möglichkeiten zum Hitzeschutz und Handlungsspielräume für eine gesunde und nachhaltige Zukunft. Die Veranstaltung dauert rund eine Stunde und richtet sich an alle Interessierten. Die Anmeldung ist unter https://us02web.zoom.us/meeting/register/NoKyr43jQMKCGIzHxJQ1PQ#/registration möglich. 
Hohe Temperaturen belasten den Körper, können bestehende Erkrankungen verschärfen und werden besonders für ältere Menschen, kleine Kinder, Schwangere, chronisch Erkrankte sowie Menschen ohne ausreichende Unterstützung zum Risiko. Hitzeschutz ist dabei nicht nur eine medizinische Frage, sondern auch eine gesellschaftliche Aufgabe. 

Klimawandel als Gesundheitsfrage

Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Frage, wie sich die Klimakrise auf die Gesundheit auswirkt. Hannah Otto beleuchtet dabei nicht nur Hitze, sondern auch weitere gesundheitliche Folgen veränderter Umweltbedingungen. Dazu zählen unter anderem die mögliche Zunahme bestimmter Infektionskrankheiten, Belastungen durch Extremwetter und die Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden. Die Referentin erklärt außerdem, wie Menschen sich selbst und andere schützen können, worauf Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn achten sollten und warum Hitzeschutz auch mit sozialer Teilhabe und Einsamkeit zusammenhängt. Gerade alleinlebende Menschen können bei hohen Temperaturen gefährdet sein, wenn Warnzeichen unbemerkt bleiben oder Unterstützung im Alltag fehlt.

Der Vortrag richtet den Blick auch auf sogenannte Co-Benefits. Damit sind Maßnahmen gemeint, die sowohl dem Klima als auch der Gesundheit zugutekommen. Beispiele sind eine stärker pflanzenbasierte Ernährung oder mehr muskelbasierte Fortbewegung, etwa durch Gehen und Radfahren. Solche Ansätze können Emissionen verringern und zugleich die individuelle Gesundheit stärken.

Darüber hinaus geht es um transformative Ansätze. Sie zeigen, wie gesellschaftliche, politische und individuelle Entscheidungen ineinandergreifen können. Hitzeschutz kann in Städten und Gemeinden durch Beschattung, Trinkwasserangebote, kühle Aufenthaltsorte, Information und verlässliche Unterstützungsstrukturen gestärkt werden. Auch im persönlichen Umfeld gibt es Möglichkeiten: ausreichend trinken, körperliche Belastung an heißen Tagen reduzieren, Wohnräume möglichst kühl halten und auf Menschen achten, die Unterstützung benötigen.