„Lass uns reden“-Aktion der ARGE Hospiz

Orange Schirme laden auf Friedhöfen im Landkreis zum Gespräch ein

Wenn die Tage kürzer werden und der Herbst Einzug hält, zieht es viele Menschen auf die Friedhöfe, um sich an verstorbene Angehörige und Freunde zu erinnern. Gerade für Menschen in Trauer kann diese Zeit besonders schwer sein. Nicht immer gibt es jemanden, mit dem sie über ihren Verlust, ihre Gefühle oder ihre Erinnerungen sprechen können.

Hier setzt die Aktion „Lass uns reden“ der ARGE Hospiz an. Vom 26. Oktober bis 3. November 2026 sind an verschiedenen Friedhöfen im Landkreis München zu festgelegten Zeiten leuchtend orangefarbene Schirme mit der Aufschrift „Lass uns reden“ zu sehen. Ausgebildete Ehrenamtliche der Trauer- und Hospizbegleitung nehmen sich für ein persönliches Gespräch Zeit.  

Eine Anmeldung ist dafür nicht erforderlich. Wer den orangefarbenen Schirm sieht und sich ein Gespräch wünscht, darf einfach dazukommen. Die Ehrenamtlichen nehmen sich Zeit, hören zu und sind da für ein Gespräch, für Tränen oder auch für gemeinsames Schweigen.

„Trauer braucht Raum und es ist oft sehr wohltuend, hierfür ein Gegenüber zu haben“, sagt Melanie Hörl vom Landratsamt München, Koordinatorin des Hospiz- und Palliativnetzwerks im Landkreis München. „Mit der Aktion möchten die Hospizdienste ein sichtbares Zeichen setzen: „Niemand muss mit seiner Trauer allein bleiben. Der Landkreis München unterstützt die Hospizdienste dabei organisatorisch und trägt dazu bei, die wichtige Trauerarbeit im Landkreis sichtbar zu machen und zu stärken“, so Hörl weiter.

Das leuchtende Orange der Schirme ist nicht zufällig gewählt. Es ist die Farbe des Logos der ARGE Hospiz und setzt zugleich einen bewussten Kontrast zur dunklen Jahreszeit. Der Schirm soll bereits aus einiger Entfernung zeigen: Hier gibt es ein offenes Ohr und Raum für Begegnung.

Je nach Friedhof gelten unterschiedliche Gesprächszeiten. Wann und wo die orangenen Schirme im Einsatz sind, kann über die Webseite der ARGE Hospiz www.arge-hospiz.de/hospiz-und-palliativnetzwerk-im-landkreis-muenchen/ eingesehen werden.