Stadt Augsburg tritt der Aktion Zukunft+ bei
Neues Beteiligungsmodell ermöglicht Übernahme des Konzepts der Aktion Zukunft+ in anderen Regionen
Die Stadt Augsburg nutzt als erste Kommune das neu entwickelte Beteiligungsmodell der Aktion Zukunft+. Nach der Unterzeichnung der Zweckvereinbarung haben der Landkreis München und die Stadt Augsburg die Zusammenarbeit offiziell aufgenommen. Ziel ist es, das bewährte Konzept der Aktion Zukunft+ in den kommenden Monaten auch in Augsburg umzusetzen und damit künftig auch dort Klimaschutzprojekte vor Ort sowie weltweit zu unterstützen.
Die Aktion Zukunft+ wurde 2023 durch den Landkreis München initiiert. Seit 2024 ist auch der Nachbarlandkreis Ebersberg als Projektpartner mit an Bord. Umgesetzt wird das Klimaschutzprojekt in Kooperation mit der Energieagentur Ebersberg-München. Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Organisationen und Kommunen können über Zukunft+ Zertifikate Klimaschutzprojekte fördern. Ein Zertifikat steht dabei für eine Tonne CO₂. Die Beiträge fließen zu gleichen Teilen in Projekte in der Region und in verifizierte Klimaschutzprojekte im Globalen Süden. Allein im Jahr 2025 spendeten Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen über 620.000 Euro in die Projekte der Aktion Zukunft+.
Mit dem neuen Beteiligungsmodell stellt der Landkreis München nun anderen Kommunen das nötige Werkzeug zur Verfügung, um die Aktion Zukunft+ auf dem eigenen Gebiet umzusetzen. Die Beteiligungspartner erhalten dazu sämtliche Informationen, Unterlagen und Materialien zur Projektidee und Konzeption, Vorlagen für die Öffentlichkeitsarbeit sowie die technische Infrastruktur samt Website. Im Gegenzug entrichten die beteiligten Kommunen eine Beitrittsgebühr an den Landkreis München.
„Nicht jede Kommune muss ein solches Instrument von Grund auf neu entwickeln. Gerade beim Klimaschutz gewinnen wir wichtige Zeit, wenn wir funktionierende Lösungen teilen und gemeinsam weiterentwickeln“, sagt Landrat Christoph Göbel. „Mit der Aktion Zukunft+ haben wir ein rechtlich, fachlich und praktisch erprobtes Modell geschaffen. Dass Augsburg als erste Kommune unser neues Beteiligungsmodell nutzt, ist ein starkes Signal. Es zeigt: Kommunaler Klimaschutz wirkt am besten, wenn er konkret, transparent und gemeinsam organisiert ist.“
Augsburg setzt auf erprobtes Modell
Die Stadt Augsburg hatte Ende 2024 offiziell ihr Interesse an einer Beteiligung an der Aktion Zukunft+ bekundet. Vorausgegangen waren Abstimmungen zwischen den Verwaltungen. Dabei zeigte sich, dass die Beteiligung an der Aktion Zukunft+ für Augsburg gegenüber dem Aufbau eines eigenen Modells deutliche Vorteile bietet.
Augsburg kann damit die Vorgaben des eigenen Blue City Klimaschutzprogramms erfüllen. Dieses sieht vor, lokale Ausgleichsmöglichkeiten für nicht vermeidbare Emissionen zu schaffen. Zugleich profitiert die Stadt von einem bereits vorhandenen und in der Praxis bewährten System. Das spart Zeit, reduziert Kosten und schafft eine solide Grundlage für die Umsetzung.
Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Florian Freund sagt dazu: „Die Beteiligung an der Aktion Zukunft+ ist für Augsburg ein wichtiger Schritt, um Klimaschutz konkret vor Ort weiter zu verankern und auf der Basis von unserem „Blue City“ Klimaschutzprogramm weiterzugehen. Wir schaffen damit eine praxisnahe Möglichkeit, unvermeidbare Emissionen auszugleichen und gleichzeitig regionale Projekte zu stärken. Besonders freut mich, dass auch unsere Wirtschaft dieses Angebot aktiv annimmt und mitgestaltet.“
Interesse aus der Augsburger Wirtschaft
Auch Unternehmen aus dem Blue City Klimapakt Wirtschaft der Stadt Augsburg zeigen großes Interesse an dem Angebot. Für sie eröffnet die Aktion Zukunft+ die Möglichkeit, eigene nicht vermeidbare CO₂-Restemissionen freiwillig auszugleichen und zugleich Klimaschutzprojekte vor Ort in der Region zu unterstützen.
Erste Projektideen für Augsburger Klimaschutzprojekte liegen bereits vor. Gemeinsames Ziel ist ein langfristig tragfähiges System, von dem beide Seiten profitieren: Augsburg erhält ein effizientes Instrument für regional verankerten Klimaschutz. Der Landkreis München entwickelt die Aktion Zukunft+ strategisch weiter und stärkt den kommunalen Austausch.
Austausch im kommunalen Arbeitskreis
Im Rahmen des neuen Beteiligungsmodells richtet der Landkreis München zudem einen Arbeitskreis für die beteiligten Partner ein. Dieser dient insbesondere dem Wissens- und Informationstransfer zwischen den beteiligten Kommunen.
So sollen Erfahrungen ausgetauscht, neue Klimaschutzprojekte besprochen und gemeinsame Ideen weiterentwickelt werden.
Der Landkreis München möchte das Beteiligungsmodell künftig weiteren Städten und Landkreisen anbieten. Erste vielversprechende Gespräche mit interessierten Kommunen haben dazu bereits stattgefunden.
Kommunen, die sich für eine Beteiligung an der Aktion Zukunft+ interessieren, können sich an Phillip Dafe, Projektleiter im Sachgebiet Energie und Klimaschutz im Landratsamt München wenden (Tel.: 089/6221-1506; E-Mail: DafeP [at] lra-m.bayern.de###EMAIL###class="link__mail").
Weitere Informationen zur Aktion Zukunft+ gibt es auf der Projektwebsite unter www.aktion-zukunft-plus.de

