UV-Indextafeln sensibilisieren für Hautkrebsrisiken

Gesundheitsregion plus beteiligt sich am Projekt „WATCH OUT “ – Hinweistafeln in Erholungsgebieten

Foto: Ein Mann und eine Frau stehen vor einem Baum an einem See und halten eine Tafel mit mehreren Farben - eine UV-Index-Tafel - in die Kamera

Präsentieren die neuen UV-Indextafeln am Heimstettener See: Martin Felber, Direktor der AOK München, und Kristina Rose, Leitung der im Landratsamt angesiedelten Geschäftsstellen der Gesundheitsregion plus.

Ein Ausflug an die Badeseen bietet in der warmen Jahreszeit eine gute Gelegenheit zur Abkühlung und Erholung. Doch das Sommeridyll hat eine nicht zu unterschätzende Kehrseite. Denn Sonne bringt nicht nur wohltuende Wärme, sondern auch versteckte gesundheitliche Risiken mit sich. Die zunehmende UV-Strahlung ist eine unsichtbare, aber ernst zu nehmende Gefahr für unsere Haut, die oft erst dann bemerkt wird, wenn es zu spät ist. Um dem entgegenzuwirken, beteiligt sich die Gesundheitsregionplus Landkreis München am Präventionsprojekt „WATCH OUT“ der Stiftung Deutsche Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e. V. 

Bürgerinnen und Bürger sollen dabei über die gesundheitlichen Risiken, die durch UV-Strahlung entstehen, aufgeklärt werden sowie Tipps zu wirksamen Sonnenschutzmaßnahmen erhalten. Zu diesem Zweck wurden nun spezielle UV-Indextafeln an einigen öffentlichen Badeseen im Landkreis aufgestellt.

Klimawandel verstärkt Auswirkungen von UV-Strahlung

UV-Strahlung zählt zu den wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren für die Entstehung von Hautkrebs. Schon bei einer kurzen, aber intensiven Sonneneinstrahlung kann es zu akuten sowie zu langfristigen Hautschäden kommen, da jedes Ereignis mit viel Sonne ohne den richtigen Schutz dauerhafte Schäden in den Hautzellen zurücklässt. Über die Jahre hinweg kann sich daraus Hautkrebs entwickeln. Gleichzeitig unterschätzen viele Menschen häufig die Stärke der UV-Strahlung, da sie für das menschliche Auge weder sichtbar noch auf der Haut unmittelbar spürbar ist.

Durch den voranschreitenden Klimawandel wird sich dieses gesundheitliche Problem in Zukunft voraussichtlich noch weiter verstärken. Mit dem richtigen Verhalten und den passenden Schutzmaßnahmen lässt sich das eigene Hautkrebsrisiko jedoch senken. Ein hilfreiches Instrument stellt dabei der UV-Index dar, ein internationales Maß zur Einschätzung der Sonnenbrandgefahr. Dazu werden UV-Indextafeln an den öffentlichen Badeseen im Landkreis aufgestellt.

Prävention direkt am Wasser

Diese Tafeln, die einfach und verständlich wie eine Ampel aufgebaut sind, informieren die Besucherinnen und Besucher über den aktuellen UV-Index. Auf diese Weise unterstützen sie die Menschen dabei, ihr Sonnenschutzverhalten direkt an die aktuelle UV-Belastung anzupassen. Über einen auf den Tafeln abgebildeten QR-Code gelangen Nutzerinnen und Nutzer mit ihrem Smartphone direkt zu einer standortbezogenen Anzeige des tagesaktuellen UV-Indexes und erhalten dort konkrete Empfehlungen für geeignete und situationsgerechte Sonnenschutzmaßnahmen

Angebracht wurden die Tafeln in den vergangenen Wochen am Erholungsgebiet Unterschleißheimer See, davon eine an der Toilettenanlage und eine an der Wasserwachtstation, am Poschinger Weiher (ebenfalls an der Toilettenanlage) sowie am Feringasee in Unterföhring. Dort wurden vier Tafeln an den Toilettenanlagen sowie an der Wasserwachtstation installiert. Weitere Tafeln befinden sich am Heimstettener See sowie an der Dürnsteiner Brücke bei Schäftlarn.

Die Finanzierung der Tafeln erfolgte vollständig durch die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e. V. sowie die AOK Bayern. 

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter https://watch-out.io/