Mietobergrenzen für Empfänger von Leistungen nach dem SGB II und XII

Bei der Berechnung von laufenden Leistungen an Berechtigte nach dem SGB II ("Hartz 4") und SGB XII (Sozialhilfe) werden nur bestimmte Kosten der Unterkunft als angemessen anerkannt.
Das Bundessozialgericht hat im mehreren Urteilen seit dem Jahr 2006 erklärt, dass es ein sog. schlüssiges Konzept brauche, um den Begriff der Angemessenheit zu definieren.

Der Landkreis München hat erstmals 2014 einen externen Gutachter beauftragt, ein entsprechendes Konzept zu erstellen. Dieses Konzept wurde 2016 und zuletzt 2018 fortgeschrieben.
Der Sozialausschuss des Kreistags des Landkreises München hat am 12.03.2019 (DS 14/12334) die Umsetzung des aktuellen Gutachtens 2018 beschlossen.

Die folgende Tabelle weist die jeweilige Kaltmiete aus.
Neben-, Heiz- und Warmwasserkosten werden in der tatsächlichen Höhe übernommen.

Tabelle Mietobergrenzen
Vergleichsraum1-Pers.-Haushalt2-Pers.-Haushalt3-Pers.-Haushalt4-Pers.-Haushalt5-Pers.-Haushalt
Garching, Ismaning, Oberschleißheim, Unterföhring, Unterschleißheim61074088010801250
Aschheim, Feldkirchen, Grasbrunn, Haar, Hohenbrunn, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Kirchheim, Ottobrunn, Putzbrunn62074088010501220
Aying, Brunnthal, Sauerlach, Schäftlarn, Straßlach-Dingharting5406707509301060
Baierbrunn, Grünwald, Neubiberg, Oberhaching, Pullach, Taufkirchen, Unterhaching68079095011201350
Gräfelfing, Neuried, Planegg60073090010501200

Jede weitere Person wird mit 170 Euro berücksichtigt.

Untermietzimmer für 1 Person werden in allen Vergleichsräumen bis zu 450,- € monatlicher Kaltmiete als angemessen anerkannt. Das entspricht einer Steigerung um 50,- €. Der Prozentsatz von 10% entspricht der durchschnittlichen Steigerung bei Wohnungen für Einpersonenhaushalte.

Neben- und Heizkosten werden in der tatsächlichen Höhe anerkannt.