Veröffentlichung des Energienutzungsplans für den Landkreis München

Im Rahmen der Klimaschutzinitiative 29++ hat der Landkreis München in den Jahren 2020 und 2021 alle verfügbaren Daten zur bestehenden Energieinfrastruktur für das komplette Kreisgebiet mit seinen 29 Kommunen erfasst und vorhandene Potentiale identifiziert. Diese bieten eine gute Basis, um die Energieversorgung im Landkreis künftig effizient und möglichst CO2-frei zu gestalten.

Landkreis finanziert Datenerhebung für digitalen Energienutzungsplan

Für die digitale Energienutzungsplanung und um einen Überblick über die Energie-Infrastruktur im Landkreis München zu erhalten, hat die Energieagentur Ebersberg- München zusammen mit der ENIANO GmbH eine umfangreiche Erhebung durchgeführt. Dabei wurden unter anderem bestehende Energieerzeugungsanlagen wie Heizkraftwerke, Biogas- oder Geothermieanlagen, PV-Freiflächen-, Wasserkraft und Windkraftanlagen identifiziert sowie die gesamte Netzinfrastruktur, also Gas-, Fernwärme und Stromnetze, kartiert. Ein im Rahmen des Projekts neu geschaffenes digitales 3D-Wärmekataster ermöglicht unter anderem Aussagen zur Wärmenachfrage und Energieeffizienz jedes einzelnen Gebäudes. Daraus lassen sich präzise Sanierungs- und Energieversorgungspotentiale auf Gebäudeebene und mögliche Idealszenarien für Wärmeverbund- und Fernwärmeversorgungslösungen auf Gemeinde- und Quartiersebene ableiten.

Auf Basis dieser Datengrundlage entstand dann für jede einzelne Kommune eine individuelle Potenzialanalyse, zum Beispiel für die Bereiche Oberflächennahe Geothermie (Grundwasserwärmepumpen, Erdwärmesonden, Erdwärmekollektoren), Fernwärmeausbau, Photovoltaik und Windkraft. Für das gesamte Kreisgebiet steht nun ein themenbezogener Kartensatz mit Potentialflächen für jeden der betrachteten Bereiche zur Verfügung. Die gemeindescharfen Daten des digitalen Energienutzungsplans stellt der Landkreis nun allen Kommunen kostenfrei zur Verfügung. Der kreisweite Datensatz steht an dieser Stelle zum Download zur Verfügung.

 

Was sind die Ziele der Energienutzungsplanung?

  • Schaffung einer digitalen Basis für Planung und Beratung zur Förderung der Energie-und Wärmewende
  • Identifikation von Entwicklungspotenziale und Projekte in Gemeinden
  • Gezielte Integration der Förderkulisse in den Umsetzungsprozess von Maßnahmen
  • Etablierung digitaler Werkzeuge und Arbeitsprozesse für die Maßnahmenumsetzung
  • Schaffung von Grundlagen für die Erarbeitung von Maßnahmenkatalogen als Vorlage für die politische Meinungsfindung
  • Erstellung einer Datenbasis für die kontinuierliche Begleitung der Fortschreibung und Umsetzung von Maßnahmen

 

Von der Planung zur Maßnahme: das Umsetzungsprogramm ++

Doch bei Erhebung und Analyse darf es natürlich nicht bleiben – jetzt muss mit den Daten auch gearbeitet werden. Diese Potenzialanalyse mündete in individualisierten Maßnahmenempfehlungen im Rahmen des sogenannten Umsetzungsprogramms++. Ziel des Programms ist, auf kommunaler Ebene konkrete Projekte zügig in die Umsetzung zu bringen. Nur so kann ein sinnvoller Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

Downloads

Bitte beachten Sie, dass der Datensatz derzeit aktualisiert wird. Die Aktualisierung wird in Kürze an dieser Stelle veröffentlicht.

Herr Gardt
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