Methoden und Arbeitsansätze

Die Methoden und Arbeitsansätze speisen sich aus dem Methodenspektrum der Sozialen Arbeit und werden je nach Leistung fachlich begründet eingesetzt.

Die Einzelfallhilfe in der Kinder- und Jugendsozialarbeit an Schulen konzentriert sich auf die individuelle Unterstützung von Schülerinnen und Schülern in besonderen Lebenssituationen. Hierbei handelt es sich um eine gezielte und intensive Begleitung von Kindern und Jugendlichen, die mit persönlichen, schulischen oder sozialen Herausforderungen konfrontiert sind. Die Einzelfallhilfe orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen und Lebensumständen der betroffenen Schülerinnen und Schüler.
Ziel ist der Abbau von sozialer Benachteiligung und individuellen Beeinträchtigungen mit dem Fokus auf Hilfe zur Selbsthilfe, um die Selbstwirksamkeit zu fördern.

Die sozialpädagogische Gruppenarbeit in der Jugendsozialarbeit an Schulen zielt darauf ab, Jugendliche in einer gemeinsamen Gruppendynamik zu fördern und zu unterstützen. Diese Form der Intervention orientiert sich an den Bedürfnissen der Gruppenmitglieder und setzt auf eine gezielte pädagogische Begleitung im sozialen Kontext. Die Gruppenarbeit kann verschiedene Ausprägungen annehmen, beispielsweise durch gemeinsame Projekte, erlebnispädagogische Aktivitäten oder sozialintegrative Maßnahmen.

Durch die sozialpädagogische Gruppenarbeit werden nicht nur individuelle, sondern auch gruppendynamische Prozesse berücksichtigt. Ziel ist es, den Jugendlichen einen Raum für soziales Lernen zu bieten, in dem sie ihre sozialen Kompetenzen weiterentwickeln können. Dies umfasst die Förderung von Teamfähigkeit, Konfliktlösungskompetenzen und die Stärkung des Selbstbewusstseins.

Die Gruppenarbeit ermöglicht es den Jugendlichen, in einem geschützten Umfeld positive Beziehungen zu Gleichaltrigen aufzubauen und ihre individuellen Stärken zu entdecken. Die sozialpädagogische Gruppenarbeit trägt somit nicht nur zur persönlichen Entwicklung der Einzelnen bei, sondern fördert auch ein positives Gruppenklima und stärkt das soziale Miteinander innerhalb der Schulgemeinschaft.

Die soziale Netzwerkarbeit konzentriert sich darauf, bestehende soziale Strukturen zu nutzen und weiterzuentwickeln, um die Unterstützung für Kinder und Jugendliche zu optimieren. Hierbei werden Kooperationen und Netzwerke mit verschiedenen Akteuren wie Lehrkräften, Eltern, externen Fachkräften, sowie anderen sozialen Institutionen aufgebaut und gepflegt.

Das Ziel der sozialen Netzwerkarbeit ist es, ein umfassendes Unterstützungssystem für die Kinder und Jugendlichen zu schaffen, das auf die individuellen Bedürfnisse und Lebenskontexte abgestimmt ist. Durch die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern können Ressourcen gebündelt, spezialisierte Expertise eingeholt und ein ganzheitlicher Blick auf die Situation der Kinder und Jugendlichen ermöglicht werden. Die Sozialraumorientierung ist handlungsleitend.

Niederschwellige Angebote der Jugendsozialarbeit an Schulen sind darauf ausgerichtet, einen niedrigen Zugangshürden für Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Diese Form der Unterstützung zeichnet sich durch ihre leicht zugängliche und unkomplizierte Struktur aus. Niedrigschwellige Angebote können beispielsweise offene Sprechstunden, Gruppenaktivitäten oder informelle Gesprächsrunden umfassen, bei denen die Jugendlichen ohne formelle Anmeldung oder Hemmschwelle Unterstützung in Anspruch nehmen können.

Der Zweck dieser niederschwelligen Angebote besteht darin, eine vertrauensvolle Basis zu schaffen, auf der Jugendliche ihre Anliegen offen und ungezwungen teilen können. Dies fördert nicht nur den persönlichen Austausch, sondern ermöglicht auch eine frühzeitige Identifikation von möglichen Problemen. Die niederschwelligen Angebote dienen somit nicht nur als erste Anlaufstelle für individuelle Anliegen, sondern auch als präventiver Ansatz, um potenzielle Schwierigkeiten rechtzeitig zu erkennen und angemessen zu intervenieren.

Digitale Angebot sind während der pandemiebedingten Einschränkungen mehr aus einer Not entstanden, um die Erreichbarkeit für die Kinder und Jugendlichen aufrechtzuerhalten. Digitale Angebote sind aber nach wie vor ein niederschwelliger und einfacher Zugang und sollen daher weiterhin sinnhaft eingesetzt werden. Die Nutzung digitaler Medien in der Jugendsozialarbeit eröffnet somit innovative Wege, um Jugendliche dort zu erreichen, wo sie sich aufhalten, und ihnen passgenaue Unterstützung und Informationen zu bieten.
Digitale Angebote können verschiedene Formen annehmen, von reinen Informationskanälen bis Sensibilisierung im Umgang mit Medien.

Aufsuchende Angebote beinhalten Beratung und Angebote außerhalb des Ortes Schule. Dies vereinfacht es für einige Adressat*innen, die Beratung und Unterstützung anzunehmen. Dies kann in Form von Hausbesuchen oder auch der Nutzung der Infrastruktur im Sozialraum geschehen.
Die aufsuchende Jugendsozialarbeit außerhalb der Schule fördert nicht nur das Vertrauen zwischen den Fachkräften und den Jugendlichen, sondern trägt auch dazu bei, soziale Herausforderungen und Bedürfnisse im Kontext des jeweiligen Lebensumfelds besser zu verstehen. Dies ermöglicht es, bedarfsgerechte Unterstützungsangebote zu entwickeln und umzusetzen.