Tourismus im Landkreis München

Erholung zwischen Weltstadt und Alpenidyll

Rund dreimal so viele Besucher wie Einwohner zählt der Landkreis München jährlich. Was auf den ersten Blick toll klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen allerdings eher als Chance, die es zu ergreifen gilt. Denn das touristische Potential, das die Region bietet, ist noch lange nicht ausgeschöpft.

Der Landkreis München bietet durch seine Lage das perfekte Angebot sowohl für Städtereisende als auch für Naturliebhaber. Mit dem öffentlichen Nahverkehr sind die 29 Städte und Gemeinden hervorragend an die Landeshauptstadt angebunden. Der Flughafen Franz-Josef-Strauß im Nachbarlandkreis Erding öffnet der Welt Tür und Tor. Gleichzeitig ist es in die Alpen nur ein Katzensprung. Und auch der Landkreis München selbst hat vieles zu bieten.

Acht Themen-Radwanderwege kreuzen den Kreis von West nach Ost und von Norden nach Süden - ergänzt von unzähligen weiteren Radwegen. Gut zwei Dutzend Biergärten laden den hungrigen und durstigen Wanderer oder Radfahrer zu erholsamen Pausen ein. Doch die Radwege verbinden nicht nur Biergärten; auch die vielen Naherholungsgebiete an der Isar oder die Baggerseen im nördlichen Landkreis sind schnell mit dem Drahtesel erreicht. Um einen Großteil davon kümmert sich der Erholungsflächenverein. Alleine die von dem gemeinnützigen Verein betreuten Seen im Landkreis München haben eine Fläche größer als das Messegelände in Hannover, weitere Naherholungsgebiete sind in Arbeit.

Dazu bietet der Landkreis mit den Schlössern Schleißheim, dem Kloster Schäftlarn und den vielen, malerischen Kirchen und Kapellen sowie fast 20 Museen und Sammlungen auch dem Kultursuchenden reichlich Sehenswertes. Eine Rutschpartie der besonderen Art können Abenteuerlustige im Mühltal bei Straßlach-Dingharting erleben: Über 345 m Länge geht es mit großem Hurra und bis zu 40 km/h über Europas größte Floßrutsche. Fans von Film und Fernsehen kommen in einem der größten und erfolgreichsten Film- und Fernsehstudios Europas, der Bavaria Filmstadt in Grünwald, voll auf ihre Kosten.

Gleichzeitig gibt es in der Tourismus-Branche aber noch viel Optimierungspotential. Durch gemeinsame Konzepte der Landkreiskommunen untereinander, aber auch mit der Landeshauptstadt könnten Synergieeffekte besser genutzt und vor allem das Standortmarketing mit einer gemeinsamen Präsentation und Vermarktung nach außen intensiviert werden. Dadurch würden sowohl die Gäste als auch die Region als Ganzes profitieren. Auch in der Erfassung von Besucherdaten besteht Verbesserungsbedarf. Gerade Tages- und Geschäftsreisende sind für die Branche bislang nur schwer greifbar.

Ein Problem, das auch der Landkreis München erkannt hat. Um hier Fortschritte zu machen, arbeitet der Kreis eng u.a. mit der Landeshauptstadt München und dem Landkreis Ebersberg im TOM, Tourismus Oberbayern München e. V., zusammen.

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