Zensus 2022

Am 06.08.2022 endete offiziell der Befragungszeitraum.

Darüber hinaus werden noch Großanschriften, Gemeinschaftsunterkünfte und jene Haushalte befragt, deren Daten im Zuge der Befragung durch die Erhebungsbeauftragten oder die Erhebungsstelle noch nicht abgefragt und erhoben werden konnten.

Alle Auskunftspflichtigen, welche bisher über die ehrenamtlichen Erhebungsbeauftragten kontaktiert wurden und ihrer gesetzlichen Auskunftspflicht nicht nachgekommen sind, werden in einem Erinnerungsschreiben von der Erhebungsstelle in den kommenden Wochen angeschrieben und erhalten ihre Online-Zugangsdaten um ihre Daten zu melden!

Wenn die Erhebungsstelle nach dem im Schreiben angegebenen Termin immer noch keine Rückmeldung erhält, wird das Buß- und Zwangsgeldverfahren angestoßen.

Für eine aussagekräftige Statistik ist es notwendig, von allen, die in die stichprobenhafte Haushaltebefragung fallen, die Daten zu erfassen.

Unter anderem kann sich das auch negativ auf die Einwohnerzahl auswirken und damit letztlich auch auf die finanziellen Zuweisungen für die Kommunen.

Wir appellieren an alle noch säumigen Auskunftspflichtigen mitzuwirken und ihrer Auskunftspflicht nachzukommen, sobald sie das Erinnerungsschreiben erhalten.

In der Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis werden weniger als zehn Prozent der Bevölkerung in einem Interview befragt. Damit sollen Über- und Untererfassungen aufgedeckt, Fehlbestände im Datenbestand ermittelt und Ungenauigkeiten in den Verwaltungsregistern bereinigt werden. Außerdem werden Daten erhoben, die nicht in den Registern vorliegen, wie z. B. Angaben zu Bildung und Ausbildung oder zur Erwerbstätigkeit. Es wird nur ein Teil der Bevölkerung befragt, das Ergebnis der Stichprobe wird auf die gesamte Bevölkerung hochgerechnet. Die Auswahl der Auskunftspflichtigen erfolgt auf der Grundlage eines mathematischen Zufallsverfahrens.

Hinweis: Zur Qualitätssicherung wird im Zuge der Haupterhebung zum Zensus 2022 vom Gesetzgeber die Durchführung einer sogenannten Wiederholungsbefragung verlangt. Die Wiederholungsbefragung startet in gesamt Bayern ab Juni 2022.

In der Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) werden die etwa 17,5 Mio. privaten Eigentümer von Wohnungen oder Gebäuden mit Wohnraum, alle gewerblich tätigen Mehrfacheigentümer und Verwalter sowie sonstige Verfügungs- und Nutzungsberechtigte von Gebäuden oder Wohnungen befragt. Nachdem es für Wohnungen und Gebäude keine flächendeckenden Register gibt, ist das Ziel der GWZ die flächendeckende und vollzählige Erfassung aller am Erhebungsstichtag bestehenden Gebäude mit Wohnraum, bewohnten Unterkünften sowie der darin befindlichen Wohnungen. Es besteht eine gesetzliche Auskunftspflicht.

In Bayern werden ca. 3,5 Mio. Auskunftspflichtige angeschrieben. Die Zugangsdaten zur Online-Meldung werden in mehreren Wellen ab dem 9. Mai 2022 versandt.

Mit den Zugangsdaten gelangen die Bürgerinnen und Bürger über die Anmeldemaske unter www.zensus2022.de zum Online-Fragebogen der GWZ. Die Beantwortung der Fragen dauert in der Regel fünf bis zehn Minuten.

Wichtig: Die Befragung zu der Gebäude- und Wohnungszählung findet anders als die Personenbefragung ausschließlich Online statt.

Antworten auf häufig gestellte Fragen sowie ein Kontaktformular finden Sie unter: kontakt.zensus2022.de/sites/kontakt/DE/_Kontakt.html

Bei weiteren Fragen steht das Team der Gebäude- und Wohnungszählung telefonisch  Montag bis Donnerstag von 07:30 – 18 Uhr sowie Freitags von 07:30 – 16 Uhr unter der Rufnummer 0911 21 552 874 00 zur Verfügung.

Eine weitere Befragung im Rahmen des Zensus 2022 betrifft Wohnheime und Gemeinschaftsunterkünfte wie Alten-/Pflegeheime und Kinder-/Jugendheime. Zu deren Erfassung wird eine Vollerhebung durchgeführt, indem zu allen Bewohnerinnen und Bewohnern Angaben erhoben werden. Eine Hochrechnung ist daher nicht mehr notwendig. Im Rahmen des Zensus 2022 sind die zu befragenden Personen zur Auskunft verpflichtet.


Zensus 2022 als gemeinsames Projekt

Der Zensus 2022 ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen. Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder arbeiten zusammen, sie bereiten die Befragung vor und koordinieren eine einheitliche und termingerechte Durchführung. Die Landkreise und die kreisfreien Städte sind zuständig/verantwortlich für den Betrieb der Erhebungsstellen zur Durchführung der Personenerhebung.

Datenschutz und Geheimhaltung beim Zensus 2022

Der Schutz der beim Zensus 2022 gewonnen Daten ist essentiell. Bei der Erhebung, Verarbeitung und Auswertung der im Zensus gewonnenen Daten wird höchstes Augenmerk auf Sicherheitsvorkehrungen gelegt, die den Schutz der Daten garantieren. Datenschutz ist weit mehr als eine gesetzliche Pflicht: Denn die amtliche Statistik lebt vom Vertrauen und von der Akzeptanz der Bevölkerung.

Erhebungsstellen

Die Erhebungsstellen sind bei den Landkreisen und kreisfreien Städten zur Durchführung der Personenerhebung eingerichtet und führen dezentral die Befragungen durch. Sie unterliegen besonderen Anforderungen, um die Daten des Zensus optimal zu schützen.

Erhebungsbeauftragte/Interviewerinnen und Interviewer

Die Befragungen vor Ort werden von amtlich bestellten Interviewerinnen und Interviewern, den Erhebungsbeauftragten vorgenommen. Sie besuchen die ausgewählten Bürgerinnen und Bürger und erfassen die Daten mit einem (Online-) Fragebogen. Die Voraussetzungen für den Einsatz als Interviewerin oder Interviewer sind gesetzlich festgelegt.

Ab dem Zensusstichtag am 15. Mai 2022 beginnen die Interviewerinnen und Interviewer mit den persönlichen Befragungen in Haushalten und Wohnheimen. Ein Ausweis bestätigt die Rechtmäßigkeit ihrer Arbeit. Zum Schutz der Interviewerinnen und Interviewer und der Befragten vor dem Coronavirus erfolgen die Befragungen nach Maßgabe eines Hygienekonzepts.

Die Ergebnisse des Zensus werden voraussichtlich ab Ende 2022 vorliegen.

Das Statistische Bundesamt ist zuständig/verantwortlich für die Methodik des Zensus, für die IT-Entwicklung (Programmierung der Fachanwendungen) und für den IT-Betrieb. Die Statistischen Ämter der Länder übernehmen die Durchführung der Befragungen in ihrem jeweiligen Bundesland. Sie sind zuständig/verantwortlich für die Durchführung und Datenbereitstellung der Personenerhebung und Gebäude/Wohnungszählung und für die Feststellung der amtlichen Einwohnerzahl zum Zensus-Stichtag. Sie erheben eigenständig die Daten für die Gebäude- und Wohnungszählung und organisieren die Einrichtung von Erhebungsstellen in den Kommunen.

Die Landkreise und kreisfreien Städte richten örtliche Erhebungsstellen (EHST) ein und führen dezentral die Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis und die Befragung der Sonderbereiche (Wohnheime und Gemeinschaftsunterkünfte) durch. Die Erhebungsstellen in den Kommunen kümmern sich eigenverantwortlich um die Anwerbung, Betreuung, Schulung und Koordination der Personen für die Durchführung der Befragung (Erhebungsbeauftragte) und koordinieren die Befragung vor Ort. Sie bilden Erhebungsbezirke und teilen die Erhebungsbeauftragten dort ein.

Datenschutz und Informationssicherheit sind an den Anforderungen der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) ausgerichtet. Um ein angemessenes Sicherheitsniveau zu erreichen, setzt das Statistische Bundesamt die Sicherheitsanforderungen nach der Methodik des IT-Grundschutzes um. In Fragen des Datenschutzes und der Informationssicherheit wird zusätzlich zu den behördlich geforderten Umsetzungen auf sachkundige Beratung zurück-gegriffen: der Zensus 2022 wird sowohl vom Bundesbeauftragten für Datenschutz und die Informationsfreiheit als Aufsichtsbehörde als auch vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik begleitet. Da zudem der Zensus 2022 eine Gemeinschaftsaufgabe der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder ist, sind auch im statistischen Verbund die Vorgaben der DS-GVO Bestandteil der Zusammenarbeit.

Um das Grundrecht aller Bürgerinnen und Bürger auf informationelle Selbstbestimmung zu schützen und den Vorgaben des Bundesstatistikgesetzes Rechnung zu tragen, dürfen aus den Veröffentlichungen des Zensus keinerlei Rückschlüsse auf die Angaben von Einzelpersonen oder auf andere Einzelfälle möglich sein. Gleichzeitig sollen so viele allgemeine Erkenntnisse wie möglich aus den veröffentlichten Daten gezogen werden können.

Beim Zensus geht es nicht darum, etwas über die individuellen Lebensverhältnisse oder Einstellungen der Einwohnerinnen und Einwohner zu erfahren. Vielmehr bedeutet Statistik, dass Daten verallgemeinert, Summen gebildet und Durchschnitte berechnet werden – und gerade nicht der Einzelfall dargestellt wird. Ziel und Zweck ist es ausschließlich, eine verlässliche Datenbasis für weitere Planungen zu erhalten.

Im Zensus werden für alle Auswertungen, die auf demografischen Daten, Gebäude- und Wohnungsdaten, Haushalts- und Familiendaten basieren, Geheimhaltungsverfahren angewendet, die Daten werden nur anonymisiert ausgewertet. Nach dem „Rückspielverbot“ müssen die persönlichen Angaben der Befragten streng geheim gehalten werden und dürfen weder an private noch an staatliche Institutionen weitergegeben werden. Es dürfen zwar Daten aus den Registern der Einwohnermeldeämter oder der Bundesagentur für Arbeit an die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder übermittelt werden; es ist aber nicht zulässig, nicht anonymisierte Angaben der Befragten an diese oder andere Institutionen zurückzuspielen. Die Daten fließen stets nur in eine Richtung hin zur amtlichen Statistik. Durch das Rückspielverbot (§ 21 Abs. 4 ZensG) wird so ausgeschlossen, dass Erkenntnisse aus den Erhebungen des Zensus für die Arbeit in anderen Verwaltungseinheiten verwendet werden.

Die erhobenen Daten werden durch bauliche, technische und organisatorische Zugangs-beschränkungen in den Rechenzentren der statistischen Ämter gesichert. Außerdem werden Maßnahmen zur Gewährleistung von Datenschutz und Datensicherheit getroffen, die insbesondere Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität der Daten gewährleisten. Bei der Nutzung allgemein zugänglicher Netze werden dem jeweiligen Stand der Technik entsprechende Verschlüsselungsverfahren angewendet.

Die Erhebungsstellen sind räumlich, personell und (IT-) organisatorisch von anderen internen Bereichen der Kommunen sowie nach außen hin abgeschottet. Es ist sichergestellt, dass nur autorisiertes Personal Zutritt zu den Räumlichkeiten hat, in denen Zensus-Daten verarbeitet und gelagert werden.

Zugangsberechtigt zur Erhebungsstelle sind ausschließlich die Erhebungsstellenleitung und deren Stellvertretung, das Personal der Erhebungsstelle während der Dienstzeit, die/der für die Erhebungsstelle zuständige Datenschutzkoordinator/in, die/der behördliche IT-Sicherheitsbeauftragte, die/der Landesbeauftragte für den Datenschutz und ihre/seine Beauftragten sowie ermächtigte Bedienstete der Fachaufsichtsbehörden und ggf. eingesetzte Rettungskräfte bei Unglücksfällen. Im abgeschotteten Bereich der Erhebungsstellen ist sichergestellt, dass keine Einsicht Unbefugter in Erhebungsunterlagen/Bildschirme oder von außen erfolgen kann. Es besteht ein akustischer Schutz gegen ein Mithören von (Telefon-)Gesprächen.

Für die Übergabe bzw. Entgegennahme von Erhebungsunterlagen ist ein Bereich eingerichtet und wirksam abgeschottet. Für Besucherinnen und Besucher der abgeschotteten Räume der Erhebungsstellen sowie für weitere Personen, die Räume der Erhebungsstellen aufsuchen, in denen Zensus-Daten verarbeitet oder gelagert werden, gibt es eine Zugangsregelung während der Öffnungszeiten in ständiger Anwesenheit Mitarbeitender der Erhebungsstelle. Bürgerinnen und Bürger sowie Auskunftspflichtige haben nur Zutritt zu einem räumlich getrennten Besucherbereich von dem aus weder unbefugter Einblick in Einzelangaben Dritter noch eine akustische Wahrnehmung von Einzelangaben Dritter möglich ist.

Für die Erhebungsstellen sind lokale abgeschottete IT-Systeme bereitgestellt. Auf den IT-Systemen befindet sich keine Software, die nicht zwingend für den Betrieb der Erhebungsstellen erforderlich ist bzw. keine weiteren Funktionen, die den sicheren Betrieb der Erhebungsstelle gefährden könnten.

Um als Erhebungsbeauftragte tätig sein zu können, müssen folgende Anforderungen erfüllt sein:

  • Volljährigkeit zum Zensusstichtag
  • Verschwiegenheitspflicht
  • Wohnsitz in Deutschland
  • telefonisch (nach Möglichkeit mobil) und optimaler Weise per E-Mail erreichbar
  • mindestens gute Deutschkenntnisse
  • ggf. Fremdsprachenkenntnisse

Alle Bewerber werden von den Erhebungsstellen in den Kommunen nach festgelegten Auswahlkriterien geprüft und im Zweifel auch abgelehnt. Vor ihrem Einsatz müssen sie sich schriftlich auf die Wahrung des Statistikgeheimnisses, auf die Geheimhaltung der Erkenntnisse, die sie während und nach ihrer Tätigkeit gewonnen haben und zum Datenschutz verpflichten. Sie müssen besondere Anforderungen hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit und Verschwiegenheit erfüllen.

Von der Mitarbeit in Erhebungsstellen ausgeschlossen sind Mitarbeitende aus anderen kommunalen Bereichen, deren dienstliche Tätigkeit einen Interessenskonflikt mit den Aufgaben der Erhebungsstelle begründen können. Bei der Auswahl von Personal der Erhebungsstellen wird sorgfältig geprüft, dass keine Interessenskonflikte vorliegen und dass vertrauenswürdige Personen ausgewählt werden.

Erhebungsbeauftragte dürfen nicht in der unmittelbaren Nähe ihrer Wohnung eingesetzt werden.


Kontakt

Landratsamt München – Erhebungsstelle Zensus 2022

Hausanschrift
Pfälzer-Wald-Str. 70
81539 München

Telefon: 089 6221-4638
Mobil: 0172 2755619

Montag und Dienstag:13-16 Uhr
Donnerstag: 10-12 Uhr und 13-16 Uhr
Freitag: 10-12 Uhr

Bis 06.08.2022 auch Samstag und Sonntag von 10-14 Uhr

E-Mail: zensus@lra-m.bayern.de

Postanschrift
Postfach 90 07 51
81507 München