8. Bayerische Impfwoche mit HPV-Schutz im Fokus
Impfpass prüfen und ärztlich beraten lassen
Vom 3. bis 12. Juli 2026 findet die 8. Bayerische Impfwoche statt. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention richtet sie gemeinsam mit der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft Impfen aus. Im Mittelpunkt steht die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen ab neun Jahren. Eltern, Jugendliche und junge Erwachsene sollen dadurch frühzeitig erfahren, warum die HPV-Impfung wichtig ist und wo sie sich dazu beraten lassen können
Humane Papillomviren, kurz HPV, sind weit verbreitet. Die meisten Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens damit. Die Übertragung erfolgt vor allem über den Kontakt mit infizierter Haut oder Schleimhaut, meist bei sexuellen Kontakten. Viele Infektionen bleiben unbemerkt und heilen ohne Behandlung aus. Ein Teil der Infektionen kann jedoch über Jahre bestehen bleiben und später Krebserkrankungen verursachen. HPV zählt damit zu den häufigen, aber vermeidbaren Ursachen von Krebs. In Deutschland erkranken jährlich rund 7.450 Frauen und rund 3.000 Männer an Krebs, der durch HPV ausgelöst wurde. Viele dieser Erkrankungen lassen sich durch höhere Impfquoten vermeiden.
Der wirksamste Schutz vor einer Infektion mit HPV ist die rechtzeitige Impfung. Da Jugendliche sich bereits bei den ersten sexuellen Kontakten mit HPV anstecken können, empfiehlt sich die Impfung vor diesem Zeitpunkt. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von neun bis 14 Jahren. Im bayernweiten Vergleich liegen die HPV-Impfquoten im Landkreis im mittleren Bereich. Bei den 15-jährigen Mädchen beträgt die Quote für die vollständige Impfserie mit zwei Impfungen, die den erforderlichen Schutz bietet, bei 58 Prozent. Bei den 15-jährigen Jungen liegt sie bei 39 Prozent.
Insbesondere während der Impfwochen stehen Ärztinnen und Ärzte sowie Apotheken für Beratung und Information zur Verfügung. Eltern können den Impfpass ihrer Kinder prüfen und offene Fragen zur HPV-Impfung abklären lassen. Auch Jugendliche und junge Erwachsene können sich informieren, ob eine Impfung oder eine Nachholimpfung für sie infrage kommt. Im Landkreis München beraten Ärztinnen und Ärzte insbesondere während der Impfwochen, aber auch während des restlichen Jahres zu verschiedensten medizinischen Themen.
Weitere Informationen zur Bayerischen Impfwoche und zur HPV-Impfung gibt es unter www.landkreis-muenchen.de/themen/verbraucherschutz-gesundheit/gesundheit/impfen/hpv-impfung/ und beim Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention unter www.impfwoche.bayern.de.

