Alterssimulationsanzug: GERT

In vielen Bereichen werden Alterssimulationsanzüge bereits sehr erfolgreich eingesetzt, zum Beispiel in der Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitenden in den Gesundheits- und Pflegeberufen, aber auch in Dienstleistung, Handel und Handwerk.

Auch für die altersgerechte Arbeitsplatzgestaltung und in Design und Produktentwicklung wird ein Alterssimulationsanzug genutzt. Und auch in der Architektur und Stadtplanung finden Alterssimulationsanzüge Anwendung.

Ein Alterssimulationsanzug GERT, simuliert typische Effekte des Alterns und ermöglicht es jüngeren Menschen, sich in eine ältere Person hineinzuversetzen.

  • Eintrübung der Augenlinse
  • Einengung des Gesichtsfeldes
  • Hochtonschwerhörigkeit
  • Einschränkung der Kopfbeweglichkeit
  • Gelenkversteifung
  • Kraftverlust
  • Einschränkung des Greifvermögens
  • Einschränkung des Koordinationsvermögens

Komponenten des Alterssimulationsanzugs

Der Alterssimulationsanzug GERT besteht aus einem Satz einzelner Komponenten. Durch deren Zusammenwirken kann ein Effekt erzielt werden, welcher den Einschränkungen der senso-motorischen Fähigkeiten im Alter sehr nahekommt.

Insbesondere der altersbedingte Gang und das veränderte Greifvermögen werden mit dem Alterssimulationsanzug GERT sehr realistisch nachgebildet.

Aber auch die gesteigerte mentale Belastung und die zunehmende Bewegungsunsicherheit werden durch den Alterssimulationsanzug GERT nachvollziehbar.

Wer den Alterssimulationsanzug GERT ausprobiert hat, versteht die Verhaltensweise älterer Menschen besser.

Detaillierte Produktbeschreibung des Alterssimulationsanzuges (siehe PDF)

Bei Fragen zu GERT oder bei Interesse an einer Ausleihe zu Schulungszwecken oder für Veranstaltungen im kleineren Rahmen, bitte das Team der Sozialplanung unter, senioren-sozialplanung [at] lra-m.bayern.de###EMAIL###class="link__mail", kontaktieren.

Studie zur Wirksamkeit der Alterssimulation

An der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Dr. med. S.A. Filz, Dr. med. W. Swoboda et al.) wurde die Wirksamkeit der Alterssimulation in der Ausbildung von Medizinstudenten untersucht. Hierbei haben Studenten ein Praktikum unter Einsatz eines Alterssimulationsanzugs durchlaufen.

Die anschließende Befragung der Teilnehmer ergab folgende Ergebnisse:

Die Fähigkeit, dasvLeben im höheren Altervnach dem Praktikum sehr gut nachempfinden zu können, lag bei 83 Prozent

Die Fähigkeit, sich nach dem Praktikum besser in die Situation eines älteren Menschen hineinversetzen zu können, lag bei 90 Prozent. 

Die Nachvollziehbarkeit der körperlichen Situation eines älteren Menschen nach dem Praktikum, lag sogar bei 95 Prozent

Fazit: Es wurde nachgewiesen, dass die Empathie für ältere Menschen mittels Alterssimulation gefördert wird. Als Lehr- und Lerninstrument ist die Wirksamkeit somit bewiesen.