Impfen

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FSME - Impfung empfohlen

Die Zahl der FSME-Erkrankungen (Frühsommer-Meningoenzephalitis) hat im Jahr 2018 mit 583 Fällen deutschlandweit im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent zugenommen. Die Mehrzahl der  FSME-Erkrankten war gar nicht oder unzureichend geimpft. Ein hoher Anteil der auftretenden FSME-Erkrankungen könnte somit durch eine Steigerung der Impfquoten insbesondere in Risikogebieten verhindert werden.

Das Erkrankungsrisiko steigt ab einem Alter von 40 Jahren deutlich an. Das größte Infektionsrisiko liegt in den definierten FSME-Risikogebieten wie Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen. Zu den Bundesländern mit vereinzelt auftretenden FSME-Erkrankungen, ohne dass der Landkreis die Definition eines FSME-Risikogebietes erfüllt, gehören Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Berlin.

161 Risikogebiete in Deutschland

Zecken sind in den Risikogebieten der freien Natur nahezu überall anzutreffen. Man findet sie u.a. in Büschen, Bäumen, Wiesen, Gräsern und am Waldboden. Die Übertragung der Krankheitserreger erfolgt überwiegend in den Monaten März bis Oktober. Die Zahl der Risikogebiete in Deutschland ist auf aktuell 161 angestiegen. Als erstes nördlichstes deutsches Risikogebiet wurde aktuell im Kreis Niedersachsen der Landkreis Emsland erklärt. Desweiteren kommt in Sachsen ein Risikogebiet (LK Sächsische Schweiz-Osterzgebirge)  hinzu. In Bayern sind mit drei Landkreisen die meisten neuen Risikogebiete hinzugekommen. Die betroffenen Landkreise sind Garmisch-Partenkirchen, Landsberg a. Lech und Stadtkreis Kaufbeuren. Aber auch in Nachbarländern werden FSME-Erkrankungen durch Reisende erworben. 2018 erkrankten deutsche Reisende u.a. in Österreich, Schweiz, Schweden, Tschechien, Frankreich und Spanien.

Impfschutz ist in den Risikogebieten empfohlen

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut, kurz "STIKO", empfiehlt eine Schutzimpfung allen Personen, die in FSME-Risikogebieten zeckenexponiert sind. Die Impfempfehlung betrifft somit gleichsam Einwohner, als auch Besucher der Risikogebiete, wie Ausflügler, Spaziergänger oder Wanderer. Auch beruflich exponierte Personen, die sich vermehrt in der freien Natur aufhalten, sollten eine FSME-Schutzimpfung erhalten. Die warmen anhaltenden Außentemperaturen begünstigen die Vermehrung der Überträger-Zecken. Bedingt durch die globale Erwärmung und die oft milden Wintermonate, sind Zecken zunehmend ganzjährig aktiv. Durch die Steigerung der Impfquoten in den betroffenen Risikogebieten, kann nicht nur die eigene Gesundheit geschützt werden, sondern auch ein großer Anteil auftretender FSME-Erkrankungen verhindert werden. Eine FSME ist eine ernst zu nehmende Infektionskrankheit, bei der es zu einer Meningitis (Hirnhautentzündung), einer Enzephalitis (Gehirnentzündung) oder auch zu einer Myelitis (Entzündung des Rückenmarks) kommen kann. Bei rund 30 bis 40 Prozent kann es zu bleibenden Schäden kommen.

Sachgebietsleiterin
Frau Dr. Pechel

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