Impfen

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FSME - Impfung empfohlen

Die Zahl der FSME-Erkrankungen (Frühsommer-Meningoenzephalitis) hat im Jahr 2017 mit 485 Fällen deutschlandweit im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent zugenommen. Die Mehrzahl (97 %) der 2017 gemeldeten FSME-Erkrankten war gar nicht oder unzureichend geimpft. Ein hoher Anteil der auftretenden FSME-Erkrankungen könnte somit durch eine Steigerung der Impfquoten insbesondere in Risikogebieten verhindert werden.

Das Erkrankungsrisiko steigt ab einem Alter von 40 Jahren deutlich an. Das größte Infektionsrisiko liegt nach wie vor in Bayern, Baden-Württemberg, sowie in Südhessen und im südöstlichen Thüringen. Kleinere Risikogebiete sind in Mittelhessen (LK Marburg-Biedenkopf), im Saarland (Saar-Pfalz-Kreis), in Rheinland-Pfalz (LK Birkenfeld), im LK Vogtlandkreis, als auch in Sachsen zu finden.

156 Risikogebiete in Deutschland

Zecken sind in den Risikogebieten der freien Natur nahezu überall anzutreffen. Man findet sie u.a. in Büschen, Bäumen, Wiesen, Gräsern und am Waldboden. Die Übertragung der Krankheitserreger erfolgt überwiegend in den Monaten März bis Oktober. Die Zahl der Risikogebiete in Deutschland ist von 146 auf aktuell 156 angestiegen. Als neue Risikogebiete wurden in Sachsen die Landkreise Erzgebirgskreis, Bautzen und Zwickau ausgewiesen, die alle an bekannte Risikogebiete in Deutschland oder Tschechien grenzen. Zudem wurden in Thüringen der Landkreis Ilm-Kreis und der Stadtkreis Suhl als neues FSME-Risikogebiet aufgelistet. In Bayern sind mit fünf Landkreisen die meisten neuen Risikogebiete hinzugekommen. Die betroffenen Landkreise sind München, Günzburg, Augsburg, Weilheim-Schongau und Starnberg. Aber auch in Nachbarländern werden FSME-Erkrankungen durch Reisende erworben. 2017 erkrankten fünf deutsche Reisende in Österreich, drei in Tschechien, zwei in Finnland und einer in Slowenien.

Impfschutz ist in den Risikogebieten empfohlen

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut, kurz "STIKO", empfiehlt eine Schutzimpfung allen Personen, die in FSME-Risikogebieten zeckenexponiert sind. Die Impfempfehlung betrifft somit gleichsam Einwohner, als auch Besucher der Risikogebiete, wie Ausflügler, Spaziergänger oder Wanderer. Auch beruflich exponierte Personen, die sich vermehrt in der freien Natur aufhalten, sollten eine FSME-Schutzimpfung erhalten. Die warmen anhaltenden Außentemperaturen begünstigen die Vermehrung der Überträger-Zecken. Bedingt durch die globale Erwärmung und die oft milden Wintermonate, sind Zecken zunehmend ganzjährig aktiv. Durch die Steigerung der Impfquoten in den betroffenen Risikogebieten, kann nicht nur die eigene Gesundheit geschützt werden, sondern auch ein großer Anteil auftretender FSME-Erkrankungen verhindert werden. Eine FSME ist eine ernst zu nehmende Infektionskrankheit, bei der es zu einer Meningitis (Hirnhautentzündung), einer Enzephalitis (Gehirnentzündung) oder auch zu einer Myelitis (Entzündung des Rückenmarks) kommen kann. Bei rund 30 bis 40 Prozent kann es zu bleibenden Schäden kommen.

Sachgebietsleiterin
Frau Dr. Pechel

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